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Savage Circus - Of Doom And Death

Savage Circus - Of Doom And Death
Stil: Melodic Speed Metal
VÖ: 23. Oktober 2009
Zeit: 57:33
Label: Dockyard1
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/savagecircus

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Vier Jahre haben Savage Circus gebraucht, um einen Nachfolger für ihr Debüt Dreamland Manor fertig zu stellen. Vier Jahre, in denen es jede Menge Hickhack um Gründungsmitglied Thomen Stauch und dessen Verfassung gegeben hat, was schlussendlich zu seinem mehr oder weniger freiwilligen Vorruhestand führte. Mittlerweile ist der vakante Posten auf dem Stuhl wieder besetzt und zwar mit Mike "ich spiele mindestens in so vielen Metal-Kapellen wie Jörg Michael" Terrana, was zumindest qualitativ einen durchaus gleichwertiger Ersatz darstellt. Hat sich dadurch aber auch etwas am Stil der Band geändert?

Nun, allzu große Veränderungen sollte man nicht erwarten. Immer noch (und das ist keineswegs als Negativ-Kritik gemeint) sind die Blinden Gardinen allererste Referenz, was den Musikstil von Savage Circus angeht. Sowohl der Songaufbau im Allgemeinen als auch die Gitarrenläufe oder mehrstimmigen Chöre im Speziellen versetzen den Hörer in eine Schaffensphase der Wächter, die so etwa um Imaginations From The Other Side anzusiedeln wäre. Dazu kommt natürlich noch Jens Carlssons Stimme, die immer noch so klingt wie Hansi Kürsch auf Testosteron. Alles beim Alten also? Nun, nicht ganz, denn in die Rhythmusarbeit haben sich dann doch ein paar kleine Anklänge an Piet Sielcks anderes Betätigungsfeld, nämlich Iron Savior, eingeschlichen. Ist ja auch kein Wunder, zupft Yenz Leonhardt doch bei beiden Combos an den Stahltrossen und mit dem oben erwähnten Wechsel an den Drums ist auch ein Teil der BG-Parallelen von Bord gegangen, da kommt dann die Handschrift von Herrn Sielck deutlich zum Tragen. Macht aber gar nix, ist eher ein Qualitätsmerkmal.

Technisch gibt es wie zu erwarten überhaupt nichts auszusetzen. Spielen und singen können die Herren allesamt und dass Piet weiß, wie ein Power Metal-Album zu klingen hat, wissen wir auch schon länger. Das einzige, was spannend bleibt, ist die Frage, ob die Songs zünden und hier kann man problemlos "ja" sagen, ohne zum Ja-Sager degradiert zu werden. In den genreüblichen Grenzen wird durchaus Abwechslung geboten, flotte Songs wie der titelgebende Opener, hymnisch-orchestrale Bombaststücke ("From The Ashes"), eine glücklicherweise einigermaßen schmalzfreie Ballade namens "Ballad Of Susan", alles da, was man sich erwartet hat. Und da die Stücke sich auch genug voneinander abheben, um länger im Gehör zu bleiben, gibt es auch von dieser Seite wenig Kritik meinerseits. Gut, ein wenig auf Nummer Sicher ist das Album schon geschrieben worden, aber auf der anderen Seite wird genau so auch die Erwartungshaltung der meisten Fans getroffen und darum geht es ja hauptsächlich.

Of Doom And Death ist das (von mir) erwartete starke Album geworden, das zwar keine weltbewegenden Neuerungen oder Überraschungen zu bieten hat, dafür aber über fast eine Stunde genau das bietet, was einen Fan klassischen deutschen Power Metals glücklich machen kann. Gut!

0 KommentareHannes

5 von 6 Punkten

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