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Interview

Interview mit The New Roses (06.08.2013)

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Logo The New Roses

Die noch junge Band The New Roses kennen viele vermutlich von ihrem Beitrag zu dem Soundtrack der Serie Sons Of Anarchy. Kürzlich hat die Band ihr erstes Album veröffentlicht und demonstriert darauf auf beeindruckende Weise, dass sie nicht nur einen verdammt coolen Song auf Lager haben. Sänger und Gitarrist Timmy Rough war so nett, uns ein wenig mehr über die Band und ein Album mit lyrischem und konzeptionellen Tiefgang zu erzählen.

HH: Hallo zusammen und beste Grüße aus dem Hause heavyhardes. Ihr habt vor kurzem eueren ersten Longplayer Without A Trace unters Volk gebracht. Ehe wir über das Album sprechen - wie wär's mit einer kurzen Vorstellung der Band? Wer sind die New Roses, wie und wo habt ihr euch kennen gelernt und wie lange musiziert ihr schon gemeinsam?

Timmy: Das New Roses-Quintett besteht aus Dizzy Presley (git), Norbert "the animal" Vuin (git), Stefan Kassner (bass), Urban Berz (drums) und mir (vocals, git). Obwohl The New Roses erst vor 1,5 Jahren gegründet wurden, kennen wir uns alle schon viele Jahre und haben auch in verschiedensten Konstellationen zusammen gespielt. Also neuer Name, alte Freunde, wenn man so will...

HH: Wie seid ihr auf euren Bandnamen gekommen? Der erinnert ja ein bisschen an Guns'N'Roses oder Rose Tattoo. Zufall?

Timmy: Vor allem fanden wir, dass der Name das widerspiegelt, was in unserer Musik steckt. Es war uns wichtig, dass man schon genau weiß, was auf einen zukommt, wenn man den Namen liest ohne die Band zu kennen. Die Inspiration für den Namen lieferte allerdings der The-Damned-Song "New Rose". Außerdem sind diese komplizierten stundenlangen Bandnamen, wie viele neue Bands sie tragen einfach nicht unser Ding.

HH: In eurer Musik findet man so viele unterschiedliche Einflüsse wie etwa Classic Rock, Glam oder diese für die US-amerikanischen Südstaaten typische Mixtur aus Blues und Country Rock. Wer sind denn eure größten Vorbilder?

Timmy: Die Liste genauso lang, wie sie bunt ist, haha. Springsteen, Metallica, Lynyrd Skynyrd, B.B. King, Rolling Stones, Bob Seger, CCR, Elvis, Black Crowes, The Free, usw...

HH: Der Titeltrack eures Albums Without A Trace hat es ja wirklich in sich. Für mich beinahe unbegreiflich... wie schafft es eine Band ohne Back-Katalog irgendwo aus dem deutschen Nirgendwo mit einem Song auf den Soundtrack einer US-Erfolgsserie wie Sons Of Anarchy? Die Geschichte würde mich doch sehr interessieren...

Timmy: Genau weiß ich das gar nicht, wenn ich ehrlich bin... Irgendwie ist die 20th Century Fox wohl über den Song gestolpert und empfand den Song als so passend, dass sie ihn für die TV Reklame zur Serie benutzen wollte. Als wäre das nicht Freude genug, wurde uns kurz darauf mitgeteilt, dass der Song so gut gefiele, dass wir als Bonustrack und einzige europäische Band auf den Soundtrack der Serie kommen würden. Wir waren sprachlos und haben deshalb erst mal angestoßen.

HH: Einen besseren Start in die Bandkarriere kann man sich ja fast nicht vorstellen. Werdet ihr oft auf diesen Samplerbeitrag angesprochen? Die Nummer wurde ja schließlich auch als Hintergrundmusik für den deutschen Trailer der Serie verwendet.

Timmy: Gerade in der Bikerszene kommt unser Beitrag natürlich bestens an. Aber auch in der allgemeinen Rockszene war die Zusammenarbeit ein absoluter Glaubwürdigkeitsboost.

HH: Steht ihr selbst auch auf die Serie? Wie beinharte Biker seht ihr auf euren Promofotos ja nicht unbedingt aus...

Timmy: Klar schauen wir die Serie. Umso mehr freuen wir uns, Teil davon zu sein! Das mit dem Bandfoto nehme ich mal als Kompliment, ok? haha

HH: Neben dem, zugegeben, richtig lässigen Titelsong - welche Nummern liegen euch da besonders am Herzen?

Timmy: Da wir alle aus sehr unterschiedlichen Musikstilen kommen, hat auch jeder seine eigenen Lieblinge. Es gibt andersrum aber keinen Song, der uns egal wäre. Hinter jedem Song steht eine Geschichte, oder Erfahrung, die uns so wichtig war, sie in einem Song zu verewigen. Deshalb macht man es ja....

HH: Einer meiner persönlichen Faves ist "Whiskey Nightmare" - der Song erinnert mich fast ein wenig an ein Kapitel meiner eigenen Vergangenheit. Welche Geschichte verbirgt sich denn z.B. hinter dieser Nummer?

Timmy: Freut mich, dass er dir gefällt. Interessanterweise finden sich gerade in diesem Song viele selbst wieder. Natürlich hat der Song mit meinen persönlichen Erfahrungen zu tun. Wenn man schwere Zeiten erlebt und einfach zu müde ist um sich selbst da raus zu kämpfen, bewegt man sich auf sehr dünnem Eis, unter dem ein "Whiskey Nightmare" wartet. Zum Glück bin ich wieder "hellwach".

Foto von The New Roses

HH: Seid ihr alle zu gleichen Teilen in das Songwriting verstrickt oder wie entsteht typischer Weise ein Lied im Hause der New Roses?

Timmy: Die Grundideen und Texte kommen bisher von mir. Gemeinsam machen wir aus diesen Ideen und Gerüsten dann Songs. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und seinen eigenen Kopf, was es nicht immer einfach, aber im Entstehungsprozess umso spannender und im Ergebnis umso interessanter macht. So empfinden wir das zumindest *grinst*

HH: Anderes Thema: was hat es denn mit diesem fast schon bieder wirkenden Covermotiv und den vielen alten Fotos im Booklet auf sich? Sind das Bilder von euren Familien?

Timmy: Wir wollten einen persönlichen Bezug zum Begriff "Without A Trace" (also ohne jede Spur wieder von der Erde zu verschwinden) herstellen. Das Coverfoto lieferte uns die eigentliche Idee dazu. Im Booklet finden sich in der Tat Familienmitglieder und Freunde wieder, die entweder schon von uns gegangen sind, oder sehr großen Einfluss auf uns hatten, aber im öffentlichen Leben nie in Erscheinung getreten sind. Zum einen wollen wir ihnen damit Tribut zollen, zum anderen aber zeigen, wie wenig letzten Endes Bestand hat und wie schnell die Zeit unsere Spuren verwischen kann.

HH: Ohne jede weitere Spur wird eure Band natürlich nicht wieder von der Bildfläche verschwinden, hoffe ich doch. Habt ihr euch denn so etwas wie ein Ziel gesetzt, das ihr mit der Band gerne erreichen würdet?

Timmy: Wir konzeptionieren schon jetzt unser zweites Album. Aber unser Ziel ist mehr eine generelle Maxime, denn wir wollen Rock and Roll spielen und das so gut wir können. Wir wollen allen, die uns hören eine gute Zeit bereiten und sie in manchen Momenten zum Nachdenken anregen. Wir haben gerade erst angefangen und haben noch sehr, sehr viel vor!

HH: Für welche große Band würdet ihr in deren Vorprogramm am liebsten dem Publikum einheizen und wie sieht die perfekte Konzert-Location für euch aus?

Timmy: Wir haben schon auf sehr kleinen, klebrigen, versifften Bühnen sehr viel Spaß gehabt und am nächsten Tag im Vorprogramm von ZZ Top die SAP Arena bespielt und auch das sehr genossen. Also überall, wo Rock and Roll willkommen ist, fühlen wir uns gut.
Wir hatten bisher schon die Ehre mit einigen unserer Vorbildern wie Molly Hatchet, Black Stone Cherry und Joe Bonamassa zu spielen. So lange eine Band den Spirit mit uns teilt, haben wir Bock mit ihr zu spielen.

HH: Was habt ihr denn in punkto Bühnenpräsenz dieses Jahr noch so geplant?

Timmy: Wir freuen uns auf die "Classic Rock Tour" im September. Da geht‘s mit The Sheepdogs und Birth of Joy auf die Bühne. Direkt im Anschluss machen wir uns im Oktober auf die Socken, um unsere erste eigene Tour durch die Republik zu fahren. In diesem Zusammenhang freuen wir uns schon die Bühne mit dem Hamburger Künstler Jimmy Cornett und seinen Dead Men zu teilen. Dass wir auch in Bayern Halt machen ist auf jeden Fall fest geplant. Das geben wir natürlich rechtzeitig bekannt.

HH: Dann sieht man sich vielleicht ja noch! Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute!

Dagger

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