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Watch Me Bleed - Souldrinker

Watch Me Bleed - Souldrinker
Stil: Deathcore
VÖ: 23. Oktober 2009
Zeit: 45:45
Label: Silverwolf Productions
Homepage: www.watchmebleed.com
MySpace: www.myspace.com/watchmebleed667

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Ein junges Mädchen, leicht bekleidet, mit langen, unschuldigen Zöpfen steht in einer Seitengasse. Ihr Blick ist zu Boden gerichtet. Der Schein einer Straßenlaterne spiegelt sich auf frischem Blut, das ihren ganzen Körper bedeckt, in ihrer Hand ein blutiges Messer. Während ich noch damit beschäftigt bin, in meiner Fantasie eine Geschichte um diese Momentaufnahme zu stricken, geht die Band ohne langes Vorgeplänkel gleich richtig in die Vollen. Ein hektisches Gitarrenriff - Go! - und schon leitet das Schlagwerk den ersten Moshpart ein.

Watch Me Bleed - das sind fünf routinierte Musiker. Unter anderem mit von der Partie: Markus Pohl, der sich schon bei Symphorce und Mystic Prophecy seine Sporen als Gitarrist verdienen konnte, und Steffen Theurer, der ebenfalls bei Symphorce in der Schießbude sitzt. Wie so oft in dieser Zeit lassen sich auch Watch Me Bleed nur schwer in eine vorgefertigte Schublade pressen. Zwei Sänger sorgen für Screams und Growls, die klar dem Death Metal zugeschrieben werden können. Die mehrstimmigen Shouts der Refrains wurzeln dagegen eher im NY-Hardcore. Das instrumentale Konstrukt pendelt zwischen Melodic Death, Thrash und Heavy Metal. Und ich sage euch: das Zeug haut richtig rein!

Mit ihrer fetten Produktion könnten die Songs auch gut als Soundtrack zur nächsten Abriss-Party einer maroden Architektur verwendet werden. Und wenn schon nicht zu diesem Zweck eingesetzt, ist doch zumindest ein kollektives Ausrasten beim nächsten Konzert vorhersehbar. Geradezu prädestiniert für solche Zwecke scheinen der groovige, einwenig an Disbelief erinnernde Nackenbrecker "SixSixSeven" oder das treibende "Where Darkness Hides". Überhaupt lässt das Album während seiner ersten Hälfte kaum Zeit für eine Verschnaufpause. Erst die beiden Stücke "Burn Down Hope" und "All Red Roses Die" erwecken ein wenig den Anschein der Resteverwertung. Dafür gibt's mit dem anschließenden "Jackhammer" noch einmal nen ordentlichen Punch mit der Hardcore-Keule, ehe beim siebenminütigen Finale mit Gastsänger Andy B. Frank (Nemesis) und seinem hohen Power Metal-Organ ein letztes Überraschungsmoment initiiert wird. Starker Tobak, kann ich nur sagen!

Dagger

5 von 6 Punkten

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