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House Of Lords - Cartesian Dreams

House Of Lords - Cartesian Dreams
Stil: Melodic Hard Rock
VÖ: 18. September 2009
Zeit: 51:45
Label: Frontiers Records
Homepage: www.jameschristianmusic.com

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Wer hätte gedacht, dass House Of Lords nach dem x-ten Comeback mehr als nur ein Album auflegen würden? Ich dachte, es handle sich um ein weiteres Strohfeuer, einen Versuch, um zu sehen, ob man noch marktgerechte Musik produziert und die Fans das Gebotene wirklich konsumieren und hören wollen. Doch da habe ich falsch gelegen, denn Ausnahmesänger James Christian kredenzt nunmehr sein drittes Album nach der erfolgten letzten Wiedervereinigung. Wobei er mittlerweile einziges verbliebenes Originalmitglied der 1989 ins Leben gerufenen Band ist.

Ein Jahr ist seit Come To My Kingdom vergangen. Wer somit beim neuesten Streich an einen Schnellschuss denkt, der irrt gewaltig. Gleich beim Opener und Titelstück wird ordentlich und mit sattem Groove gerockt. Ein toller Stampfer in bester 1987-Whitesnake-Manier. "Born To Be Your Baby" ist ein Beispiel zeitlosen Hard Rocks der alten amerikanischen Schule mit einem satten Powerriff beim Pre-Chrous, das nach Bier und bangendem Schädel schreit. Jimi Bell trifft jeden Ton und frohlockt durch sein Gitarrenspiel die aberwitzigsten Licks und Soli hervor. "Desert Rain" beschäftigt sich weitläufig mit kämpfenden Truppen fern ihrer Heimat, die ihren Dienst aufgrund politischer Entscheidungen verrichten müssen. So ist man lyrisch nicht nur auf platte Weiber-flach-legen-und-dazu-Bier-vernichten-Texte ausgerichtet. Bei "Bangin'" kann man den Text wörtlich nehmen und fein sein Haupthaar kreisen lassen. Der Song läuft nach dem guten alten 80er-Motto "Don't bore us, get to the chorus!". Das Stück verlangt nach Sonne, Meer, Strand und klatschenden Händen. Live bestimmt ein Abräumer vor dem Herrn. Dass James ein feiner Kerl ist, beweist er dann mit "A Simple Plan", der nur dem Hirn eines einfachen Mannes entstammen kann. Weiterer Höhepunkt dieses spannenden Albums ist der bombastische moderne Groover "Never Look Back", der mit satten Keyboards richtig krachend nach vorne drückt. Das flotte "The Bigger They Come" steht dem vorangegangenen Song in nichts nach und beweist einmal mehr, dass hier Songwriter der gehobenen Klasse am Start sind.

Meine Güte, da habe ich, anfangs etwas verängstigt ob der für mich relevanten Tatsache eines Weichspüler-Albums ohne Erkennungswert, einen voreiligen Schluss gefasst und wurde letztendlich von toller Musik und starker Gesangsleistung überzeugt. Fans der Stimme von Robin Becks Ehegatten und alle, die sich dem melodischen (Hard)Rock aus den US of A zugesprochen fühlen, sollten die Scheibe ruhigen Gewissens abgreifen.

Siebi

5 von 6 Punkten

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