5 Headbänga online
Reviews (10187)
Navigation
Artikel des Tages
Review:
Dying Humanity

Interview:
The Forsaken

Live-Bericht:
B-Side

Video:
Mosaik
RSS RSS
Atom Atom
In eigener Sache

Valid XHTML 1.0 Transitional

Valid CSS!

Valid RSS

Valid Atom 1.0

 

Review

CDs von Tribal kaufenZur Druckversion dieses ArtikelsDiesen Artikel als PDF speichern

Tribal - Corner Of A Circle

Tribal - Corner Of A Circle
Stil: Rock
VÖ: 11. September 2009
Zeit: 55:07
Label: Fastball Music
Homepage: www.tribal-rock.com

buy, mail, print

Jessas, Tribal, da denkt man doch gleich an krachiges Geholze mit Ureinwohner-Einflüssen, also an den Lichtblick der Thrash-Welt, den Sepultura landeten, als sie kompromissloses Geschreddere mit Sounds der eigentlichen Chefs ihrer Heimat verbanden. Seitdem hat sich das Mischen von harten Klangwelten mit traditionellen Einflüssen durchaus etabliert, also erwartet man hier unwillkürlich auch - ja, was denn? Da die Jungs, um die es hier geht, aus der Schweiz stammen, würde das vermutlich etwas wunderlich klingen. Massive Riffattacken, unterbrochen von markerschütterndem Alphorn? Eher nicht.

Nein, Tribal heißen auch nur so, machen aber nicht tribal. Sondern ganz und gar etwas anderes: extrem eingängigen, sagen wir ruhig kommerziellen Rock, der mittlerweile bei den meisten Radiosendern kaum anecken dürfte. Auch im Musikfernsehen sollte dieser Sound durchaus gut reinlaufen - was aber definitiv nicht heißt, dass das Werk der Herren Mark Rossi (Gitarre), Greg Bailey (Gesang), Urs Müller (Bass) und Andy Gantenbein (dessen Name so sei, wie das ja auch der Landsmann Max Frisch erkannte) flach oder austauschbar daherkommt. Ganz im Gegenteil, Tribal präsentieren das, was sie selbst als "emotional rock" bezeichnen - nämlich höchst atmosphärischen, eleganten, immer sehr gut gemachten und vor allem bestens komponierten Rock. Der hantiert nur manchmal mit etwas heftigeren Riffs ("Take Me Away", "No Regrets"), bleibt aber in den meisten Fällen bei bedächtigen, fast nachdenklichen Tönen: melancholische Elemente, aber dabei immer hochspannende Momente bieten Songs wie "No More Emotions", "Holy", "Paralyzed" oder "Fly Across The Universe". Dabei darf es auch gern mal die akustische Guitarre sein, und vor allem Fronter Bailey zeigt, dass es tatsächlich noch Sänger gibt, die diese Tätigkeit auch wirklich ausüben.

Dreizehn Nummern ohne wirklichen Ausfall - eine sehr feine Sache also für alle, die nicht nur zu den oben genannten wilden Horden die Matte schwingen, sondern auch mal Zeit für ruhigere Momente haben.

Holgi

5 von 6 Punkten

Zur Übersicht
Zur Hauptseite

Weitere Berichte und Infos
Weitere Reviews
Nächstes Review: Megadeth - Endgame
Vorheriges Review: Tracenine - Breaking Silence

© www.heavyhardes.de