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Exhumed - Anatomy Is Destiny

Exhumed - Anatomy Is Destiny
Stil: Death Metal
VÖ: 01. September 2003
Zeit: 45:08
Label: Relapse Records
Homepage: -

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Geschlagene Drei Jahre hat es gedauert, bis sich die Bay Area-Goreheads wieder mit einem neuen Langeisen ans Licht der Welt wagen. Und eins sei hier Vorab schon mal erwähnt: Exhumed sind am Zenith ihres Schaffens angelangt!

Ich bin mir sicher, dass mir jeder Exhumed-Fan zustimmen wird. Diese Platte vereint alle Merkmale dieser großartigen Band, die sie zum internationalen Erfolg geführt haben. Völlig überspritzte Gore-Lyrics, die Mischung aus coolen Groove-Parts und infernalischen Knüppelorgien, die den Eiter bis zum Exodus sprudeln lassen, grenzdebiles Gekreische, das sich mit monströsen Growls tief aus dem Darm der Hölle abwechselt, die geschickte Vermengung von Einflüssen des guten alten Thrash mit einem gewaltigen Schuss Carcass. Das Ganze wurde aber diesmal - fast schon Exhumed-untypisch - mit einem wuchtigen Hammersound der Marke "Dieser Stiefel tritt dir ganz schön heftig die Darmwand ein" versehen, Neuproducer Neil Kernon (Cannibal Corpse) sei Dank. Frühere Veröffentlichungen aus dem Hause Gore Metal hatten zwar riesige Songs, aber der Gesamtsound war eher, ähem, undergroundig.

Wer jetzt rotzfrech entgegnet, dass es diese Formel schon aberdutzende Male gab, hat natürlich Recht. Aber nur selten wurde dabei eine so madenzerfressene Perfektion erreicht. Mir fällt jetzt spontan nur noch Impaled ein, deren aktuelle Ohrenfolter in ähnliche Qualitätshimmel vordringt. Die Ahnlichkeit ist beileibe kein Zufall, wenn man bedenkt, dass Impaled-Saitenschrubber Ross Sewage bei den (im wahrsten Sinne des Wortes) blutigen Anfängen von Exhumed mitgewirkt hat. Und auch das Cover (diesmal überraschenderweise ganz ohne Schweinegedärm und Kunstblut) erinnert dezent an Mondo Medicale. Aber hey, in dunklen Zeiten, in denen "Bands" wie die Donots Twisted Sister covern, ist sowas nur legitim. Sowieso ist Exhumed die einzige Band neben Impaled, die trotz aller Geschwindigkeit, Aggression und Brutalität einfach unglaublich WITZIG ist. Dieser Sound macht einfach Spass, und das nicht zu knapp! Liegt vielleicht daran, das beide Metzelhorden nicht alles so Bierernst nehmen wie manche ihrer Kollegen...

Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass das Songmaterial mal wieder allererste Sahne ist. Jede der 10 Abrissbirnen (Track 1 ist ein nettes kleines Intro) hat das Zeug zu einem Riesenhit der Marke "Decrepit Crescendo", "Deep Red" oder "Open the Abscess". Kotzeruptionen wie "Waxworks", "Arclight" oder "Nativity Obscene" (mit lustigem Kinderchor im Mittelteil) werden sich ohne irgendwelche Probleme in diese glorreiche Riege einfinden. Insgesamt ist es wohl nicht übertrieben, "Anatomy is Destiny" als das reifste, beste und technisch versierteste Werk Exhumeds zu bezeichnen. Die Burschen haben die letzten Jahre wohl viel Zeit an ihren (Folter-)Instrumenten verbracht und haben jetzt alle flinke und talentierte Patschehändchen.

Gore Metal Freaks kaufen sie sowieso, Freunde von Impaled, Carcass, Haemorrhage oder Ghoul, ach was, jeder der nur ein bisschen Bock auf Death Metal hat, sollte dringend mal reinhören, zumal die Europa-Version mit einer halbstündigen Bonus Live-CD aufwartet. Diese Platte hat das Zeug, die beste Scheibe des Jahres zu werden. Selbst die Härtesten unter euch werden zum Tribut an dieses monumentale Meisterwerk Wochenlang Blut kacken!

Erinc

6 von 6 Punkten

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