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Obscura - Cosmogenesis

Obscura - Cosmogenesis
Stil: Death Metal
VÖ: 02. März 2009
Zeit: 50:12
Label: Relapse Records
Homepage: www.obscura-metal.com

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2009 scheint für den Tech-Deather ja ein ganz fettes Jahr zu werden. Erst Februar und schon liegen mit den Releases von Centaurus-A, Sympathy, Havok und The Faceless einige wirklich gute Scheiben aus diesem Sektor des Extremmetalls vor. Und als wäre das noch nicht genug, steht mit dem neuen Werk von Obscura schon der nächste Kracher aus Deutschland in den Startlöchern.

Die Münchner, die demnächst mit Cannibal Corpse auf große US-Tour gehen werden, reihen sich mit Cosmogenesis nahtlos in den Qualitätsstandard oben genannter Kapellen ein. Ihr Relapse-Debüt strotzt nur so vor Spielfreude, hier trifft sich intelligentes und forderndes Songwriting mit technisch exzellentem Spiel. Nie werden die Frickeleien zum Selbstzweck, immer steht der Song selbst im Vordergrund. Und trotzdem bleibt das ganze Werk sehr anspruchsvoll, von einer Verflachung ist nirgends etwas zu spüren. Man merkt deutlich, dass da Ausnahmemusiker am Werk sind, was aber auch nicht wundert, denn immerhin hier sind (Ex-)Mitglieder solch bekannter Combos wie Necrophagist und Pestilence am Werk; technisch kann da ja gar nichts schief gehen. Tut es auch nicht und ich werde mir hier sparen, ein oder zwei Bandmitglieder besonders zu erwähnen, denn alle sind Meister ihres Fachs und das hört man auch.

Aber Obscura vermeiden den Fehler vieler Frickel-Combos, denn pure Zur-Schau-Stellung der jeweiligen Fähigkeiten der Musiker findet man hier nicht. Alles passt organisch zusammen und stellt sich in den Dienst der Songs. Und diese haben einen recht hohen Wiedererkennungswert, haben jeder einzelne ein eigenes Gesicht. Eingängig wäre vielleicht ein zu gewagter Begriff, denn ein paar Durchgänge braucht das Album schon, um seine Wirkung richtig zu entfalten. Aber unzugänglich ist es auch nicht, es verlangt nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit vom Hörer als ein Durchschnittsalbum. Umso höher ist die Halbwertszeit der einzelnen Stücke, diese CD kann man getrost mehrmals anhören, ohne dass einem dabei langweilig wird.

Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits sind ein paar Passagen, die etwas vor sich hinplätschern und dabei ein wenig den Fokus verlieren. Es sind zwar nicht sonderlich viele solcher Parts auf dem Album zu hören, aber die Höchstnote wird dadurch leider verpasst. Bleiben aber trotzdem noch fünf bärenstarke Punkte für ein richtig gutes Album.

Hannes

5 von 6 Punkten

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