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September Murder - Agony in Flesh

September Murder - Agony in Flesh
Stil: Death Metal
VÖ: 20. Februar 2009
Zeit: 36:40
Label: Maintain Records
Homepage: www.septembermurder.de

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Im September war's, gar grausig der Mord, fleischgewordene Todesqual! Übersetzt man das nun wieder zurück ins Englische, dann kommen so eine Art Bandname und ein Albumtitel heraus, die beide einem Death Metal Fan in Zukunft wohl auf der Zunge zergehen dürften. September Murder werfen Agony In Flesh auf den Markt und feiern einen exquisiten Einstand.

Gleich der Opener "...And The Entrails Fill The Sea" des deutschen Quartetts zeigt, aus welchem Silizium diese Scheibe geschnitzt ist. Gemächlich geht es an, man hört Meeresrauschen. Ach, wie nett, eine Möwe frohlockt das zarte Lied der See und erinnert mich an meine Einschlafkassetten aus frühester Jugend. Dann ein Midtempodrumkit, soso. Hmm, fette Metalgitarre und blökender Bass, aha. Interessant, das Tempo verdoppelt sich, Doublebass, Gitarrengeschraddel, Kindheitserinnerung dahin, wieder in Realität angekommen. Zum Glück. Schöne 2:30 Minuten nimmt sich die Band Zeit, um mit ordentlich Geballer ihr Album einzuläuten. Was so harmlos begann, entwickelt sich nun zu einer sehr gelungen Blastbeatorgie und stellt einen würdigen Auftakt für das Album dar. Genauso geht es bei "Slavery Of Heartdisruption" weiter, das zwischendurch auch mal Verschnaufpausen zum Midtempobangen gewährt. "After Every Setting Sun" bringt mit schön groovigen Versatzstücken dann auch mal etwas Abwechslung in die Scheibe und dürfte wohl die Nackenmuskulatur beanspruchen. Wenn man bis zu diesem Punkt schon dachte, dass das Aggressionsmaximum der Band ausgereizt sei, der wird durch "Between Grass And Guilt" eines Besseren belehrt. Sauberer Blastbeat zu Beginn und zwischendurch, aber ansonsten eher ein durchschnittliches Stück.

Kurzes Fazit: Geile Scheibe, aber zu wenig Abwechslung. Sehr gute Musiker, besonders aber der Drummer und der Sänger, der an seinen Kotzanfällen - ebenso wie ich - hörbar Spaß hatte. Was mir an der Produktion nicht so ganz gefällt, ist, dass die Gitarren etwas breiig dahinmetzeln und zu weit hinter dem Schlagzeug und dessen Klangwand verschwinden. Dennoch tut das dem Gesamteindruck und der Hörfreude keinen Abbruch, besonders, wenn einem die Doublebass um die Ohren fliegt, dass es im Wald nur so rauscht. September Murder ist definitiv ein Tipp für alle Freunde des gepflegten Hackfleisch-Metals.

Alex

5 von 6 Punkten

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