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Passarounders - Moonshine Moonwalk

Passarounders - Moonshine Moonwalk
Stil: Alternative Punk’n’Roll
VÖ: 24. Oktober 2008
Zeit: 43:56
Label: European Label Group
Homepage: -
MySpace: www.myspace.com/passarounders

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Meine Fresse, was ist denn da los? Ich dachte den Rock'n'Roll Zug haben AC/DC losgelassen, doch nach den ersten Durchgängen von Moonshine Moonwalk bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Die Beine bewegen sich nach erstmaligen Hören schon von allein, der Kopf nickt immer noch mit und die ein oder andere Hookline hat sich auch schon eingenistet. Na das nenn ich mal effektiv. passarounders heißen die fünf Burschen aus Schweden, die nun mit ihrem dritten Album (Vorgänger war Audition At The Whorehouse) eine ordentliche Dampfwalze loslassen.

Gleich nach dem 45-sekündigem Maiden-ähnlichen Beginn des Openers "They'll Never Get Me Alive" riffen die Gitarren zusammen mit dem wummernden Bass und den ballernden Drums um die Wette, was das Zeug hält oder wer schneller, weiter und vielleicht auch noch lauter ist. Ach ne, das ist ja der Frontmann La Dolce Duke. Ohne Frage ist der Gesang sehr stark an den Hardcore-Punk bzw. Screamo angelehnt, gewisse Einflüsse von Jello Biafra (Dead Kennedys) oder Henry Rollins zu Black Flag Zeiten lassen sich durchaus raushören. Wobei Gitarrist Don Don Babu allerdings dafür sorgt, dass die rock'n'rolligen Gesangparts auch nicht zu kurz kommen. Die Highspeed-Granate "Lite Life" zielt voll auf die Zwölf und regt ebenso zum Pogo an wie der darauf folgende Titeltrack. Gerade dieser ist wohl aufgrund seines witzigen Mittelteils für eine Liveumsetzung prädestiniert und auch sehr Wall-Of-Death verdächtig. "Roll Over Satan" klingt von der Attitüde her verdächtig nach einem Hybrid aus Volbeat und Motörhead, was diesen meiner Meinung nach zusammen mit dem Titeltrack zu einem der stärksten Tracks auf dem Album macht. Bei "Transylvanian Bongsong" zeigt der Frontmann, dass nicht nur schreien geht sondern auch ansatzweise cleaner Gesang drin ist. Sehr viel Punk'n'Roll, sehr viel gute Laune, sehr geil! Mit "The Lizard Vs. The Plague" und "The Underground King" folgen zwei energiegeladene Kurzgeschosse bevor mit dem dreckig-rotzigen "Twilight Blues" ein weiterer Knaller zündet. Dass die Schweden auch ein Faible für ausgefallene Songtitel besitzen, zeigen die Titel zu den weiteren Liedern, die da z.B. "The Never Ending Beaverhunt", "The Klostergaard coxplot", "Darkness Over Hessen" (abermals ein optimaler Bühnensong) und "Passarounders Need Some Love" heißen. Musikalisch gilt aber auch für die vier Songs: Vollgas where Vollgas can be. Einzig und allein "Fucktory" fällt aus dem Rahmen, hier wird im Midtempo mit einer tollen Hookline gerotzt und gerollt. Könnte ebenso gut von Danko Jones stammen. Sehr guter Abschluss.

Etwas vollkommen Neues machen die passarounders sicherlich nicht, da gibt es schon genügend andere Kandidaten, die auf die gleichen Zutaten setzen. Um mal etwas Namedropping zu betreiben wird Old School Punk a la Ramones, The Exploited, Dead Kennedys und Black Flag gemischt mit neueren Kalibern wie Psychopunch und mit Abstrichen auch Turbonegro, Backyard Babies bzw. Danko Jones. Das alles wird gut durchgerührt und mit einer großen Prise Motörhead angereicht. Die Rhythmuseinheit Mason (Bass) und Kickster (Drums) spielt sehr akzentuiert und auch die Gitarren von Don Don Babu und Cosse kommen schnell und effektiv auf den Punkt. Dass das Quintett Spaß bei der Sache hatte, ist übrigens von Lied eins bis dreizehn nachzuhören. Auf Dauer mag die Stimme des Fronters zwar etwas anstrengend erscheinen doch insgesamt ist Moonshine Moonwalk ein dynamisches Energiebündel geworden, das zwar in der Gesamtheit sehr oft ähnlich klingt aber für einen kurzweiligen Partyabend sorgen sollte.

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4 von 6 Punkten

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