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Saxon - Into The Labyrinth

Saxon - Into The Labyrinth
Stil: Heavy Metal
VÖ: 09. Januar 2009
Zeit: 50:15
Label: Steamhammer
Homepage: www.saxon747.com
MySpace: www.myspace.com/planetsaxon

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Nach dem sehr traditionell ausgelegten The Inner Sanctum versuchen sich die Sachsen aus England mit einer kleinen Stilkorrektur. Leise Keyboardteppiche, ein bisschen mehr Melodie, die ohnehin immer vorhanden war, dazu ein staubfreier cleaner Sound sowie etwas mehr Rock und weniger Metal. Aufgenommen unter der Obhut von Charlie Bauerfeind in den Twilight Hall-Studios der Krefelder Stahlschmiede Blind Guardians offenbart sich eine state-of-the-art-Produktion, die jedem Instrument den nötigen Platz einräumt und mit Wucht aus den Boxen drückt.

"Battalions Of Steel" ist als Opener gut gewählt. Sanfter Beginn mit Soundcollagen, kurzes Glockengeläut, die Gitarren zupfen bedächtig. Mit Einstieg der Drums wird es härter und der Song geht in klassisches Midtempo über. Der chorale Unterton gefällt, jedoch ist der Refrain insgesamt zu weich. Das mag an der verstärkt melodischen Ausrichtung liegen, welche sich am Melodic Metal der Marke Avantasia/Ayreon orientiert. Dafür brettern die Gitarren ein ordentliches Pfund. "Live To Rock" ist ein Beispiel für zeitlosen Stampfrock mit AC/DC-liken Gitarren. Die Soli sind schneidend fein, Biff brilliert am Mikro wie gehabt. "Demon Sweeney Todd" und "Hellcat" bringen die ursprünglichen Uptempo-Saxon ans Tageslicht. Jetzt wird gerifft und gehobelt, dass es eine wahre Freude ist. Biff ist heiß und mit Elan bei der Sache, wie die heisere Kopfstimme beweist. Beides Volltreffer der Marke "fast song".
Das kurze Intro "The Letter" leitet den nächsten Midtempo-Kracher "Valley Of The Kings" ein, welcher im Chorus wieder mit hymnenartigen Gesängen und Keyboarduntermalung der Marke Guardian/Avantasia anrückt. Feines Teil. Im weiteren Verlauf des Labyrinths offenbaren sich leichte Abnutzungserscheinungen im Songwriting. Einige Parts klingen nach Killing Ground/Lionheart ohne Tiefgang ("Voice", "Come Rock Of Ages"). Wo The Inner Sanctum frisch und spritzig wie ein junger Derwisch aus dem Startblock kam, hoppelt das Pferdchen im Altherrentrab übers bestellte Feld.
Mit dem "Slow Lane Blues" erfreut ein sehr rockiger Track das Herzerl. Blues klingt irgendwie anders, jedoch besingt Biff den Blues nachhaltig, wenn auch ohne den gebührenden Trauerschmerz. "Crime Of Passion" und "Protect Youselves" mit leichten Zakk Wylde-Saitenziehen und Powerchordriffing zeigen die dunkle Seite des englischen Schlachtpferdes, überzeugen aber nicht ganz. Das abschließende "Coming Home" in der Bottleneck-Version ist ein netter Akustiksong, auf den aber gut verzichtet werden kann.

War der Vorgänger eher old school in Sound und Songwriting stark an die 80er angelehnt, mutieren Saxon mit Into The Labyrinth ihren Sound in Nuancen mehr zum Melodic Metal. Den einen mag es freuen, mich befremdet es etwas, denn The Inner Sanctum war von Musik, Sound und Cover her das perfekte neuzeitliche Saxon-Album, das so schnell nicht zu toppen sein wird. Von einer oberseichten Destiny oder Melospüler a la Innocence Is No Excuse ist man ebenso mit Meilenstiefeln entfernt, so dass nicht aller Tage Abend ist. Daher bin ich weit davon entfernt von einer Enttäuschung zu sprechen. Als Fan stellt man sich die schicke Doppel-LP in den Schrank und hört die limitierte CD plus DVD-Fassung. Da mir nur der musikalische Erguss vorlag, kann zum Inhalt der DVD an dieser Stelle nichts gesagt werden.

Siebi

4 von 6 Punkten

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