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The Wandering Midget - The Serpent Coven

The Wandering Midget - The Serpent Coven
Stil: Doom Metal
VÖ: 10. Oktober 2008
Zeit: 54:24
Label: Eyes Like Snow
Homepage: www.the-wandering-midget.tk

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Habt ihr Zeit? Ich meine, wirklich Zeit. Ja? Dann ist gut, denn Zeit ist wertvoll und sehr kostbar. Leicht macht es sich das finnische Doomtrio aus dem Land der Seen auch mit seinem ersten vollem Album nämlich nicht. Ganz und gar an jedem Trend vorbei schlitternd, spielen die drei Rabauken kauzigen eigenwilligen Doom mit Hang zur Schrammelgitarre. Alle sneapesken Öhrchen brauchen also weder Zeit noch Geld zu nehmen, um in dieses herrlich altbackene und doch so frische neue Werk der Nordländer zu investieren. Hier ist nix mit "Trigger-Clicktrack-Klimperi-dum" und sonstigem digitalem "Schieb-das-Riff-ans-richtige-Plätzchen-Sample-Dudeldei" oder "Brutalo-hau-den-Lukas-mit-dem-Poldi-an-die-Wand-Zertrümmerwummeridingens-und-dreimal-Drüberspachtel-Soundgeschwurbel". Einfach nur Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang. Wie bekömmlich!

Die Produktion ist wie bei der Vorgänger-EP I Am The Gate rau und schroff ausgefallen. Es klingt sehr trocken und ferner so, als wenn die Chose live eingespielt worden wäre. Für neuzeitliche Banger wohl nur biederer Rotz für minder bemitttelte leicht oder schwer grauhaarige Alttraditionelle und somit ein grausames Verschwenden ihrer Zeit. Für mich und einem kleinen Rest trauriger aber ehrlicher Klänge ein neues Kapitel im weltoffenen Buch des Doom Metals. Das kurze Intro "Pillars Of Sapiris" langweilt erstmal, dafür schiebt der erste wirkliche Song "Taynia" schwer und bedrohlich an. Rumms, ein Snareschlag weiter sitze ich grinsend vor der Anlage und freue mich diebisch auf das Schatzi, das da in der Anlage rotiert. Was wird es mir in meiner freien Zeit mit fortschreitender Spielzeit bringen? Ganz einfach. Zeitlose erhabene Riffs mit der klaren zum Teil weinerlichen Stimme von Samuel Wormius, der auch die Sechssaitige bedient.
Echte Höhepunkte kann ich nicht ausmachen, die Scheibe wirkt, lässt man das Intro außen vor, wie aus einem schweren Guss. Okay, für das Break und das Gitarrenriff bei 8:30 in "Taynia" würde ich fast sterben wollen, aber nur fast. Jaja, ist ja gut, einen zusätzlichen Ohrfänger habe ich noch gefunden. Das von einem jammigem sowie flottem Drumspiel unterlegte Duell der Gitarren mit dem Bass in "Bring Forth The Accused" sticht aus der Wucht an morbiden und mächtigen Tonfolgen heraus. Dazu noch der laszive Titelsong mit Spacerocksounds und einem sich steigernden Tempo zum Ende hin. Ach, scheiß der Hund drauf, eigentlich regelt jede Note dieses wundervollen Albums.

Echte Doomster nehmen sich Zeit und gehen zeitnah zum nächsten Händler oder ordern das Teil zeitlich schnellstens direkt bei Band oder im gut sortierten Online-Shop der Plattenfirma. Apropos Zeit. Wer schnell ist und sich das Teil auf Vinyl zulegen will, der sollte sich beeilen und nicht zuviel Zeit ins Land ziehen lassen. Das Label kredenzt neben dem Vinyl alleine auch ein feines aber leider etwas teures auf 50 Kopien limitiertes Die Hard-Vinylpackage inklusive T-Shirt, Kutten-Patch und der mir vorliegenden CD. Hoffen wir mit Label und Band, dass das Zeitliche für Vinyl und Band nicht zu schnell gesegnet wird. The Serpent Coven ist definitiv ein Anwärter für meine diesjährigen Top 5-Alben der schweren und düsteren Slow Mo-Klänge. Zeitlos schön!

Siebi

5 von 6 Punkten

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