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Obscene Gesture - Living In Profanity

Obscene Gesture - Living In Profanity
Stil: Thrashcore
VÖ: 01. August 2007
Zeit: 37:22
Label: Xtreem Music
Homepage: www.obscenegesture.net

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Manchmal kann man einem Review ein bestimmtes Thema oder Leitmotiv zuordnen, das sich dann durch die ganze Rezension zieht. So ist es auch bei der hier zu besprechenden CD von Obscene Gesture (Ihr wisst schon, die Geste mit dem Mittelfinger). Welches Thema hier aktuell ist, das darf der Leser selbst herausfinden...
Obscene Gesture, das sind fünf attraktivitätsbehinderte, dafür aber umso gewichtigere Gestalten, die versuchen, auf den Bandfotos besonders böse dreinzuschauen, aber leider nur den Eindruck erwecken, ihr letztes Essen nicht besonders gut vertragen und jetzt mit den Folgen zu kämpfen haben. Musikalisch haben sie sich dem Hardcore verschrieben, aber eigentlich ist der Begriff "musikalisch" hier schon fast fehl am Platze. So ein stinklangweiliges, immer gleiches Gekloppe habe ich selten gehört. Das fängt bei den "Songs" an, die eigentlich alle gleich klingen und nicht mal innerhalb des Stückes auch nur die geringste Spannungskurve aufweisen können. Das geht weiter mit der Produktion, die so unglaublich platt klingt, dass ich mich frage, ob die Mikros nicht mit Klopapier umwickelt waren. Keine Tiefen dringen da an mein Ohr und auch die Höhen sind fast non-existent. So was muss doch nicht sein, dass habe ich von den meisten selbstproduzierten Scheiben wesentlich besser gehört. Und es gipfelt in der Performance der "Künstler", die aber so was für den Anus ist, man glaubt es kaum. Das Schlagzeug scheppert vor sich hin, als wäre es das 90-Euronen-Teil, das allweihnachtlich bei Aldi & Co dazu einlädt, den eigenen Nachwuchs zum meistgehassten Nachwuchskünstler der ganzen Nachbarschaft werden zu lassen, vom Bass hört man gar nichts und die Gitarren sägen stumpf und uninspiriert vor sich hin. Die Krone aber setzt dem Ganzen die Stimme von "Sänger" Guy Green auf. Das kann man eigentlich nicht Gesang nennen, das ist das vokale Äquivalent zu einer Rektalblockade. Dieser singende Darmverschluss schafft es doch tatsächlich, über die ganzen 37 Minuten in genau einer einzigen, dafür aber umso nervigeren Tonlage seine Verdauungsprobleme in die Welt hinauszuposaunen. Mann, nimm Rizinus oder was Ähnliches und die Welt sieht viel freundlicher aus, vor allem aber würde sie dann nicht mehr so verstopft klingen.
Nee, wirklich, bei aller (nicht vorhandenen) Liebe, das Ding geht überhaupt nicht. Xtreem Music hat tolle Bands im Rooster, aber das hier ist nur xtreem Scheiße.
Und, hat jemand das Leitmotiv dieses Textes gefunden? Ja? Gut, dann aber mal ab aufs Klo und Hände waschen nicht vergessen!

Hannes

1 von 6 Punkten

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