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Nikki Puppet - Power Seeker

Nikki Puppet - Power Seeker
Stil: Modern Rock Metal
VÖ: 26. September 2008
Zeit: 45:49
Label: Artist Station Records
Homepage: www.nikkipuppet.de

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Es werden mittlerweile auch schon drei Jahre seit dem Debüt von Nikki Puppet, einem Quartett, in dem Gleichberechtigung demonstriert wird. Da stehen zwei Frauen in der ersten Reihe und machen eine richtig gute Sache. Nicky Gronewold darf singen und Anke Sobek hat sogar schon den passenden Spitznamen mit "Basspüppi". Auf der männlichen Seite brilliert Christos Mamalitsidis an der Gitarre und Florentin Adolf gibt ordentlich Zunder am Schlagzeug.

Geboten wird ordentlicher Heavy Rock mit fetten Riffs, eingängigen Melodien, einer starken Stimme und dem richtigen Maß an ruhigeren Momenten. Auch der Sound ist sehr ordentlich gemacht. Da hat sich Produzent Herman Frank nicht lumpen lassen. Die Songs sind sehr stark auf ein Live-Vergnügen ausgerichtet. Ich kann mir Nikki Puppet sehr gut auf der Bühne vorstellen. Wenn sie ähnlich viel Power bieten, wie es die Songs tun, dann gibt das aber mal richtig was Fettes.

Aber genug des Lobes. Irgendwo muss man ja auch noch ein Haar finden. In diesem Fall entnehme ich es den Texten, die, wie soll ich sagen, gelegentlich nicht unbedingt ein sehr hohes Niveau annehmen wollen. Anders ausgedrückt: Gut, dass es die englische Sprache gibt und man damit manches verschleiern kann. Klappt nicht immer und besonders so mancher Refrain (z.B. bei dem Opener "Destroy This Toy") wirkt etwas schwächlich, ja geradezu albern und passt nicht so zwingend zur Musik. Auch wenn die Thematiken zutreffend sein wollen, so ist das "Lyrische" arg bodenständig. Aber zum Glück kommt es ja nicht so sehr auf die Texte an, gell?

Wer ordentlich gerotzten Heavy Rock hören will, sollte hier mal ein Ohr drauf werfen. Das fetzt, das will ich haben. War in den 80ern gut, ist heute besser.

Anspieltipps: Power Seeker, Come Back

Sophos

5 von 6 Punkten

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