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Temple Of Dread - Dreadspawn Dominion

Temple Of Dread - Dreadspawn Dominion
Stil: Death Metal
VÖ: 07. August 2026
Zeit: 40:22
Label: Testimony Records
Homepage: www.facebook.com/TempleofDread

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Seit ihrem Einstand im Jahr 2019 zeigt die friesische Band Temple Of Dread ein Arbeitstempo, wie es heutzutage rar geworden ist. Dreadspawn Dominion markiert den mittlerweile sechsten Longplayer in sieben Jahren, von einem kompositorischen Schnellschuss oder Masse statt Klasse soll an dieser Stelle aber dennoch nicht die Rede sein!

Freilich darf man bei einer Ausrichtung, die sich gerne am Death Metal der frühen 1990er orientiert kein Höchstmaß an Kreativität erwarten, stattdessen liefern Temple Of Dread Qualität auf konstant hohem Niveau: die Gitarren sägen und schneiden durch Fleisch und Knochen, die herausgespuckten Vocals von Frontmann Jens Finger könnten giftiger nicht klingen und das Aggressionslevel wird durch die Bank so hoch wie nur irgend möglich gehalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass auf Dreadspawn Dominion das Maschinengewehr dauerhaft auf Schnellfeuer gestellt ist. Temple Of Dread erzielen nämlich maximale Wirkung im Midtempo-Bereich, wo zwischen all dem standardisiertem Todesblei gerne auch tiefschwarz gefärbte Gitarrenläufe, allerhand thrashige Riffs und manch eine Melodie untergebracht werden. Dabei sei angemerkt: Melodien klingen in diesem Tempel nicht etwa schön, sondern stets fies, boshaft und unheilvoll!

Während die Friesen im Titeltrack, in "Rites Of Blasphemy" oder "Hybrid Horde Eternal" fleißig die Abrissbirne schwingen, sind es eher getragene Kompositionen wie "Death March", "Blood Pyre" oder "Scorched by Cosmic Fire", die besonders tief in die Haut schneiden. Spätestens wenn die Gitarren im finalen "Infernal Eternity" mit zweistimmigem Solopart tatsächlich so etwas wie eine feierliche Stimmung aufkommen lassen, steht wohl außer Frage: diese fünf Herren wissen schon sehr genau, was sie da tun. Unterm Strich fehlen dem Album allerdings ein paar mehr dieser wirklich markanten Momente und Motive, die sich ins Langzeitgedächtnis fressen. Was bleibt, ist ein durchweg solides Album, das ohne Absturz oder Höhenflug zehnmal zielsicher in die Magengegend trifft. Wer Old-School-Death auf seinem Speiseplan hat und Temple Of Dread bislang übersehen hat, sollte die Scheibe unbedingt anspielen.

Dagger

4 von 6 Punkten

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