Review
Godslave - Godslave

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Ein gutes Jahr, nachdem die Thrasher von Godslave ihre eigenen Wurzeln mit dem Cover-Album Champions freigelegt haben, ist es nun an der Zeit für neue Eigenkompositionen. Die haben es auch ordentlich in sich, wie es uns gleich der eröffnende Titelt vor den Latz ballert. "Reset, Rebuild, Reclaim" ist astreiner, brachial gezockter Thrash Metal mit Tempo in der Strophe, mit Groove und Gangshouts im Refrain. Dass sich die Saarländer in Sachen stilistischer Vielfalt nicht lumpen lassen, dürfte nach den sieben zurückliegenden Langeisen hinlänglich bekannt sein. So bringt "A Future In Motion" eine gehörige Schippe Rock'n'Roll ins Spiel, ehe mit "Repaid In Kind" eine großartige Metalhymne mit herrlichem Solo-Part in den Startlöchern steht.
Diese Seitenblicke der Gitarreros in Richtung Traditionsmetall bringen ein gehöriges Plus an Melodie, während Frontmann Thommy seine Stimme so variabel einsetzt wie selten zuvor. Die für Godslave typische positive Energie der Songs gipfelt in Nummern wie "Part Of Pack" oder "The Road Not Taken", während "Let The Fire Come", angestimmt von einem brüllenden Löwen, mit Death-Metal-Elementen spielt und die heftigste Eruption in der bisherigen Diskografie von Godslave darstellen dürfte. "The Sum Of All Wounds" kommt ganz ohne Gesang zurecht und bietet eine Bühne für die Herrschaften an den Instrumenten, die an dieser Stelle ihr technisches Können demonstrieren. Im finalen "The Fire That Calls Me" schleudern Godslave eine ordentliche Schippe Power Metal in den Pit und lassen sich dazu von Burning Witches-Sängerin Laura Guldemond begleiten. Ein Kleinod am Ende einer spannenden Achterbahnfahrt durch emotionale Geschichten - was will man mehr? Fans der Band oder von melodischem Thrash Metal im Allgemeinen können mit dem Kauf dieser selbstbetitelten Demonstration von Stärke und Zusammenhalt innerhalb der Band im Grunde nichts verkehrt machen!


