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Emancer - Twilight And Randomness

Emancer - Twilight And Randomness
Stil: Black/Death Metal
VÖ: 04. April 2008
Zeit: 60:54
Label: Naga Productions
Homepage: www.emancer.net
MySpace: www.myspace.com/emancer

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Die seit 1996 bestehenden Norweger Emancer bringen seit 2001 in schöner Regelmäßigkeit ihre Alben auf den Markt, trotzdem stellt der aktuelle Longplayer (inzwischen der fünfte) Twilight And Randomness meinen ersten Berührungspunkt mit diesem Trio dar. Aber es wird wohl auch nicht mein letzter gewesen sein.
Die Musik dieser Band zu beschreiben fällt nicht gerade leicht. Die Wurzeln liegen wohl klar - das Herkunftsland lässt grüßen - im Black Metal. Doch Emancer haben sich damit nicht zufrieden gegeben und so sind vielerlei Einflüsse in das Gesamtprodukt eingeflossen, wobei die Grundzutaten Death und Black Metal sind. Der Rest ist es eben, der schwer zu greifen ist. Zudem kann Twilight And Randomness den unvorbereiteten Hörer durchaus etwas verstören, wurden hier doch Klänge miteinander verbunden, die auf den ersten Hördurchlauf hin so gar nicht zusammen passen wollen. Nehmen wir das, nach dem Intro eröffnende, "Dice Man". Dieser acht-Minuten-Hammer zeigt gleich zu Beginn des Rundlings die ganze Bandbreite, derer sich Emancer bedienen. Und auch sofort wird klar, dass die Jungs ihre Herkunft nicht verleugnen können, trägt der Song doch klar eine norwegische Handschrift. Black Metal-Parts zeigen zuerst, wo der Hammer hängt, bevor auf einmal nahtlos in ruhige Gewässer gesteuert wird. Ruhige, spacige und fast chillige Klänge dominieren auf einmal das Klangbild, durchzogen von Hammond-Orgel-Sound, die einem das 70er-Feeling in die Birne zaubern. Doch dieser Moment der Stille ist nur von kurzer Dauer, groovendes Midtempo wird auf einmal vorgegeben, der schwarzmetallische Krächzgesang setzt wieder ein und die Nackenwirbel beginnen wieder ihre Arbeit. Bei diesen Parts denkt man unweigerlich an Satyricon und Emperor.
Nach vorne treibende Drums markieren den Einstieg in "The Beast Attacks", bevor sich die dunkle Raserei mit akzentuierten Midtempopassagen mehrmals die Klinke gegenseitig in die Hand drücken, wieder jeweils durchzogen von ruhigeren Passagen, die nur kurz Zeit zum Nachdenken lassen. Bevor "The Pointing Finger" so richtig durchstarten kann, steht ein sehr spaciger Beginn am Anfang des Songs. Die Keys sind auf diesem Album allgegenwärtig, mal mehr, mal weniger dominant, aber zu jeder Zeit präsent und sie erschaffen nicht nur einmal die bereits erwähnte 70er-Jahre-Illusion, wenn da nicht der typische Gesang wäre. Diesen teilen sich Gorbag und Helstein, wobei ersterer für die Screams und Growls verantwortlich zeichnet, während letzterer für den klaren Gesang zuständig ist.
Emancer haben ihre eigene kleine Nische geschaffen, denn den Sound zu beschreiben, ist wie eingangs erwähnt, nicht von einfacher Art. Futuristischer, progressiver und experimenteller Black Metal, angereichert durch manche elektronische Spielerei, wäre wohl eine annähernd zutreffende Umschreibung. Fans von Satyricon und Emperor sollten hier jedenfalls mal beide Ohren riskieren. Aber Vorsicht: denkt man nach dem ersten Durchlauf noch "was war denn das?", erschließen sich die Songs so nach und nach mit zunehmender Rotationsdauer. Fast so, als ob die jeweilige Gefühlslage der Band vertont wurde: Ruhe und Wut, Gelassenheit und innere Unruhe, Ausgeglichenheit und blanker Wahnsinn. Ich jedenfalls werde mal die bisherigen Veröffentlichungen antesten.

Ray

6 von 6 Punkten

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