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Firewind - The Premonition

Firewind - The Premonition
Stil: Power Metal
VÖ: 28. März 2008
Zeit: 45:15
Label: Century Media
Homepage: www.firewind.gr

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Premonition bedeutet sinngemäß so viel wie "böse Vorahnung", soll das wirklich der Titel für das dritte Album der Melodic-Metaller Firewind sein? Wenn man die bisherige Karriere verfolgt hat, haben Besetzungswechsel die bisherige Karriere deutlich geprägt, so dass man denken könnte, dass sich schon wieder was in die Richtung getan hat, gerade wenn man sich den Albumtitel vor Augen hält. Aber weit gefehlt, denn das Line-Up blieb konstant. Sprich an der Gitarre natürlich immer noch Saitenflitzer Gus G., an den Kesseln Mark Cross, Petros Christo am Bass, Bob Katsionis für Keyboard und Gitarre und Sänger Apollo Papathanasio. Oder hat die böse Vorahnung mit der Musik zu tun und Firewind gehen in eine völlig andere Richtung?

Klarer Fall von Denkste. Ein auf der Akustik-Gitarre gezupftes Intro, das irgendwie an Metallica erinnert, erklingt gleich beim Opener "Into The Fire" und nach ca. 45 Sekunden ist der Titel auch schon gleich Programm. Der Song nimmt an Fahrt auf und ballert sich unaufhaltsam nach vorne bis schließlich ein Chorus ertönt, der von Stakkato-Riffing dominiert wird und zum Mitsingen förmlich einlädt. Cooler Anfang, dem das nachfolgende "Head Up High" in gar nichts nachsteht. Vielleicht nicht ganz so flott wie der Opener, aber dafür mindestens genauso unwiderstehlich. Melodisch, knackig und ein Ohrwurm vor dem Herrn. "Mercenary Man" wurde in Griechenland als Single ausgekoppelt und ich kann nicht verstehen warum nur dort. Denn der Song vereint abermals Melodie, Härte und Eingängigkeit in beeindruckender Perfektion. Allein schon der Anfang der Strophen lässt den Flair eines Phil Lynott heraufbeschwören, dass es eine reine Freude ist den Gesangslinien zu folgen. Dabei macht Sänger Apollo eine wirklich gute Figur und das Lied einfach nur Spaß. Eindeutiger Hit. Danach folgt mit "Angels Forgive Me" eine recht dynamische Nummer mit Gitarre/Keyboard-Duell und mit "Remembered" ein richtiger Brecher mit ziemlich heftigem Riffing, das aber zum Refrain deutlich an Melodie zulegt und gleich danach wieder die Härte vom Anfang übernimmt. Ein ruhiger Solopart macht diesen Track zu einer recht abwechslungsreichen Nummer. "My Loneliness" ist dann die Halbballade schlechthin, starke Melodieführung, die gänzlich ohne Schmalz und Kitsch auskommt und schlicht und ergreifend großartig gesungen ist. Noch ein Fall von Hit. Im Midtempo galoppiert "Circle Of Life" in die Hirnwindungen, dabei rockt der Song im 80er-Jahre-Flair mit einer guten Hookline. Auf die Glocke gibt es dann wieder etwas mit "The Silent Code", das sehr kraftvoll und mit Schmackes aus den Boxen tönt. Mit "Maniac" von Michael Sombello, welches aus dem Film Flashdance stammt, gibt es auch ein Cover zu vermelden. Zugegebenermaßen geht mir der Song langsam echt tierisch auf den Zeiger, aber das ändert auch nichts an der Tatsache, dass Firewind den Song echt ganz gut umgesetzt haben und dieses Discofeeling aus anno Schnee ordentlich durchrocken und der Song somit auch nicht weiter großartig stört und sich gut ins Gesamtgefüge integriert. "Life Forclosed" lautet der letzte Titel, der aufzeigt, dass Firewind auch progressiv können. Eine düstere Grundstimmung zieht sich durch das Lied, bei dem sich aggressive und melodische Parts die Waage halten und schließlich in einem sehr starken Solo münden. Definitiv eins der Albumhighlights und ein weiterer Hit.

Man merkt Firewind an, dass sie im gleichen Line-Up geblieben sind, denn die insgesamt zehn Songs bestechen durch alle Trademarks, die der melodische Metal bieten sollte und das auf durchgehend hohem Niveau. Sicher ist das weder neu noch innovativ, aber das ist auch so was von egal. Denn das Album hat selbst nach dem zehnten Hören kaum einen Abnutzungsfaktor, ist dynamisch und klar produziert, besticht durch hohe spielerische und technische Fähigkeiten und hat vor allen Dingen einen Sänger zu bieten, der einwandfrei singt und dem Ganzen die Krone aufsetzt. The Premonition ist ein Album, das wirklich viel Spaß macht und noch dazu abwechslungsreich ist. Und ganz ehrlich, Melodic Metal-Herz, was willst du mehr?

Andi

5 von 6 Punkten

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