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Various Artists - Metalmessage IV

Various Artists - Metalmessage IV
Stil: -1
VÖ: Oktober 2007
Zeit: 72:32
Label: Metal Message

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Metalmessage hat im Oktober den vierten Sampler veröffentlicht, der ganz unter dem Motto "Folk und Pagan Metal" steht. Zu hören sind dreizehn Stücke verschiedener, vorwiegend europäischer Bands, die teilweise recht unbekannt sind. Und so bietet die Compilation eine gute Möglichkeit, sich mal ein wenig umzuhören und neue Bands für sich zu entdecken. Und ich muss sagen, die Zusammenstellung kann man wirklich gelungen nennen - die Produktion im Übrigen auch - auch wenn das ein oder andere Stück dabei ist, das mir nun nicht ganz so zusagt. Dafür gibt es einige Sachen, bei denen es mir nach mehr dürstet. Aber schauen wir uns die Titel und Bands mal im Einzelnen an:

Die Norweger Gjenferdsel liefern mit "Svik" einen schmissigen Pagan/Black Opener, der zu einem meiner Lieblingsstücke auf der Scheibe gehört.
Ruhig geht's mit den Briten Forefather und "Engla Tocyme" weiter. Ein Titel, mit dem ich nicht so viel anfangen kann, da sind zu für meinen Geschmack zu viele Popelemente eingemischt.
Sehr zu meiner Freude haben es die Esten Tharaphita auf die Scheibe geschafft. Verdienen sie doch wirklich etwas Aufmerksamkeit hierzulande. Und dann noch mit einem ihrer besten Stücke, namentlich "Lidsetel Sünkjatel Radadel". Alleine schon um mit Tharaphitas gelungenem Pagan/Black Metal in Berührung zu kommen, lohnt sich der Kauf des Albums.
Galar aus Norwegen steuern "Hugin Og Munin" bei, ein Titel, zu dem meine Meinung recht zwiegespalten ist. Deftige, schwarzmetallische Gitarren, schnelle, zünftige Parts und dann ein ruhiger, leiser Refrain, der so gar nicht passen will. Dafür rockt das Fagott am Ende des Stücks!
"Ginnungagap" ist der Beitrag der britischen 1-Mann-Band Oakenshield (die früher Nifelhel hieß). Freche Flötentöne, dunkle Vocals, Rhythmen, die zum Mitwippen einladen. Ein eher ruhiger Titel, der aber alles andere als langweilig ist. Hiervon werde ich mir definitiv mehr besorgen.
"Vinterskald" der Schweden Irminsul erinnert fast an eine Hymne und bietet schöne Folkgitarren zu düsteren Vocals, leider ist der Refrain nicht ganz so gelungen und fällt damit unter die Kategorie "nett".
Mit das schwärzeste Stück liefern Slechtvalk aus den Niederlanden mit "On The Eve Of Battle", was eigentlich schon ironisch ist, bekennen sich die Holländer doch zum Christentum und distanzieren sich ganz deutlich von der Ideologie des Black Metal. Aber zurück zur Musik: epische Gitarrenläufe, heisere, tiefe Vocals, eingängige Melodieführung, midtempo, aber dennoch treibender Rhythmus. Gefällt mir wirklich sehr gut.
Die multikulturelle, vielköpfige Band Folkearth präsentieren mit "The Riding Of Queen Boudiccea" einen klasse Titel zwischen Folk-und Schwarzmetal. Flötentöne und Trommeln abwechselnd mit klassischen Metalinstrumenten, dazu keifender Gesang. Auch eine lohnenswerte Neuentdeckung.
Und weiter geht es mit einem starken Titel: Theudho (Belgien) präsentiert "The Journey To Lyngvi". Im Wechsel ein langsamer narritiver Teil, bei dem die Gitarren einen leichten Gothik-Touch haben und ein schnellerer, druckvoller Teil, der vor Kälte fast klirrt. Atmosphärisch ein sehr geniales Stück!
"Darkness" der russischen Band Alkonost ist dann wieder ein Folkmetal-Titel, dessen Beurteilung mir schwer fällt. Melodisch sehr schön und abwechslungsreich, stört mich dann doch etwas die weibliche Front-Stimme, wobei Alena Pelevin wirklich singen kann, es ist eher die Tatsache einer weiblichen Opernstimme an sich, die mir nicht so gefällt. Hingegen sind die tiefen Vocals von Alexey Solovyov sehr schick.
Die Ulmer Slartibartfass warten mit "St. Cuthbert" auf - schwarz angehauchter Folk mit Dudelsack. Immer wenn ich das Stück höre, finde ich es zwar gut, aber irgendwie bleibt es überhaupt nicht hängen. Also auch eher die Katgorie "nett".
Wohl bekannteste Band auf dem Sampler ist Skyforger (Lettland), hier mit "A Crecent Bird Song" vertreten. Ein sehr ruhiges Stück, fast A Capella, das fast eine klösterliche Atmosphäre erzeugt, da man sich doch an gregorianische Gesänge erinnert fühlt. Ich finde den Titel sehr gut, aber das ist sicher nicht jedermanns Sache.
Zu guter Letzt geben sich die Iren Sirocco mit "Forsaken Shores" die Ehre, zugleich mit knapp neun Minuten der längste Track. Für mich das Stück, mit dem ich am wenigsten anfangen kann. Zu seicht, zu langweilig und die Vocals gefallen mir auch nicht. Aber Folk Heavy Metal (als welches der Stil beschreiben wird) ist auch nicht ganz mein Ding, ich hab die metallischen Anteile dann schon lieber etwas herber.

Summa Sumarum bleibt zu sagen, dass die Compilation durchaus einen Kauf wert ist. Fürs Geld wird viel geboten und der Pagan-geneigte Leser entdeckt für sich sicherlich die ein oder andere Band. Wer allerdings keine verspielten Riffs mag und Flöten auf den Tod nicht ausstehen kann, der sollte hier seine Finger von lassen.

Tarnele

Ohne Wertung

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