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Chthonic - Pandemonium

Chthonic - Pandemonium
Stil: Melodic Black Metal
VÖ: 25. Januar 2008
Zeit: 68
Label: Deathlight Records
Homepage: www.chthonic.org/en

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Dass ordentlicher Black Metal nicht nur in Skandinavien produziert werden kann, haben uns die Taiwanesen Chthonic 2007 mit ihrem Auftritt auf dem Wacken Open Air eindrucksvoll bewiesen. Die mir bis dahin unbekannte Band zählte für mich zu einer der positivsten Überraschungen auf dem W.O.A., und das obwohl die Band keineswegs neu am Start ist.
Die Wurzeln der Blackies aus Taiwan reichen schon bis ins Jahr 1995 zurück, nur dauerte es geraume Zeit, bis man die westliche Welt beackern konnte. In der Zwischenzeit konnte man schon mal vier Alben, zwei Best-Ofs, eine DVD, ein Livealbum sowie ein paar Singles/EPs auf den Markt bringen.
Um einen Überblick über das bisherige Schaffen der Band zu erhalten, lohnt sich auf jeden Fall die Anschaffung von Pandemonium, bietet das Album doch einen guten Über-/Rückblick auf das bisherige Erbrachte. Insgesamt sind elf Songs enthalten, von denen sieben neu in den Jahren 2006 und 2007 aufgenommen wurden. Die Aufmachung lässt auch keine Wünsche offen, das Album kommt in einer schicken Papp-Box daher, die neben besagter CD auch ein interessantes Bootleg mit den nötigsten Jahreszahlen der Bandgeschichte und Karten eines jeden Mitglieds enthält. Dazu kommt noch ein Pergament mit einem fernöstlichen Ornament.
Doch kommen wir nun zur Musik. Die Band hat sich dem keyboardlastigen Black Metal verschrieben, der recht wuchtig, aber nicht überladen daher kommt. Das Keyboard übernimmt zwar meist eine durchaus tragende Rolle, ist sehr präsent, kleistert die Songs jedoch nie zu bzw. drängt sich zu sehr in den Vordergrund. Ein Grund hierfür mag sein, dass man auch auf landestypische Instrumente samt entsprechenden Melodien zurück greift, wie z.B. bei "Revert To Mortal Territory" oder "Grab The Soul To Hell".
Sänger und Schreihals Freddy, left Face of Maradou, keift sich über die gesamte Spielzeit die Stimmbänder wund, streut aber auch hier und da mal tiefe Growls in den Gesamtsound ein. Das Tempo variiert von flottem Midtempo bis hin zu Uptempo, lediglich "Decomposition Of The Mother Isle" fällt hier mit dem langsamen Anfangspart aus dem Rahmen. Doch gegen Ende wird auch hier nochmals kräftig Gas gegeben.
Textlich setzt man sich, anders wie bei vielen Genrekollegen, nicht mit dem Kreuzzug gegen das Christentum auseinander. Hätte auch angesichts des geringen Christen-Anteils in Taiwan nicht wirklich viel Aussicht auf Erfolg. Vielmehr behandelt man die alten Legenden und Mythen der eigenen Landesgeschichte.
Wer also auf keyboardorientierten Black Metal mit der gewissen Exoten-Note steht, kann hier definitiv nichts falsch machen.

Ray

Ohne Wertung

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