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Helloween - Gambling With The Devil

Helloween - Gambling With The Devil
Stil: Power Metal
VÖ: 26. Oktober 2007
Zeit: 57:30
Label: SPV
Homepage: www.helloween.org

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Da sind sie wieder, unsere Kürbisköpfe aus dem Norden. Wie es die deutsche Gründlichkeit erfordert, liefern Helloween pünklich alle zwei Jahre eine neue Scheibe ab, um dann sofort wieder auf Welttournee losziehen zu können. Da kann man der deutschen Vorzeigemetalkapelle wirklich keinen Vorwurf machen. Helloween sind, trotz vieler Nachrufe in Form von Reviews zu den letzten paar Scheiben, einfach nicht totzukriegen. Auch die Konzerte sind ausverkauft und werden das, so wie es aussieht, auch in Zukunft bleiben. Zu viel Routine und Erfahrung steckt in der Band, um sich von unbeirrbaren Schreiberlingen den Spaß verderben zu lassen. Also, lassen wir die Vergangenheit mal ruhen und versuchen uns unvoreingenommen dem Spiel mit dem Teufel zu widmen.

Das Zocken beschert uns vor allem typische, schnelle und fröhliche Metal-Hymnen, wie wir sie auch von den letzten Kürbis-Outputs gewohnt sind. Erstaunlich wie tight und ausgewogen das Ganze dabei rüberkommt. Helloween legen musikalisch sowie kompositorisch ein dermaßen hohes Niveau vor, dass es die meisten Möchtegern-Helloweens verdammt schwer haben werden, auch nur in die Nähe dieser Messlatte zu kommen. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass man dem Album anhören kann wieviel Energie, Spaß und Freude die Buben um Andi Deris bei den Aufnahmen gehabt haben müssen. Zu einem absoluten Gewinn scheint sich hier der relativ neue Drummer Dani Löble zu entwickeln, schafft er es doch mit seinen abwechslungsreichen und treibenden Double-Bass-Einlagen den Songs einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Über die Güte des Gitarrenduos Weikath/Gerstner muss ich wahrscheinlich eh keine Worte mehr verlieren. Mit "Kill It", das kurzzeitig mit Judas Priest-artigem Gesang irritiert, und "The Saints" wird Gambling With The Devil im gewohnten Kürbisstil eröffnet. Die Halbballade "As Long As I Fall", die mit einem göttlichen Refrain gesegnet ist, mutiert zum ersten wirklichen Kracher. Darin kann Helloween sogar mit nobelpreisverdächtigen logischen Aussagen Aufsehen erregen: "as long as I fall, I don't hit the ground". Wer hätte es gedacht! Bei dem darauf folgenden "Paint A New World" geht es dagegen wieder in bester Melodic-Speed-Metal-Manier zur Sache. Höhepunkt des Albums bildet ein dreiteiliges Epos, welches sich aus "The Bells Of The 7 Hells", "Fallen To Pieces" und "I.M.E." zusammensetzt. Gerade letzteres steigert sich zu einem tollen Melodic-Metal-Stampfer. Nach dem gewöhnungsbedürftigen, weil sogar für Helloween-Verhältnisse arg fröhlich geratenen "Can Do it" werden mit dem komplexen "Dreambound", welches teuflisch gute Gitarrenleads besitzt, mit Sicherheit alle Kürbis-Fans wieder zufriedengestellt.

Wer sich mit Andi Deris bei Helloween bis jetzt immer noch nicht anfreunden konnte, wird auch an Gambling With The Devil, wie auch an jeder zukünftigen Helloween-Scheibe, mit Sicherheit keine Freude haben. Die Zeit ist ein für alle mal vorbei!!! Alle anderen werden ein gewohnt professionelles, mit tollen Melodien gespicktes Uptempo-Melodic-Album für ihr Geld bekommen. Mal ehrlich, welche Band außer Helloweeen klingt nach fast 25 Jahren Metalgeschichte noch so frisch und ungezwungen? Und das, ohne sich ständig selbst zu kopieren. Ich geb' es ja zu, ohne eine gehörige Portion Kitsch und etwas Spandex-80er-Charme kommt Helloween auch dieses Mal nicht aus. Glaubt ihr nicht? Schaut euch einfach mal das Video zu "As Long As I Fall an". Aber, Freunde des Happy-Metals, wollen wir das wirklich?

Sebbes

5 von 6 Punkten

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