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Amaran's Plight - Voices In The Light

Amaran's Plight - Voices In The Light
Stil: Progressive Rock
VÖ: 26. Juni 2007
Zeit: 78:54
Label: Progrock Records
Homepage: -

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Wieder wird eine neue Sensation angeboten. Das Nervige an Promo-Material ist, dass alle ihre Produkte so hoch in alle Himmel heben, dass man mittlerweile grundsätzlich davon ausgehen muss, dass alles erstmal Schrott ist. Gerade das, was besonders hoch gelobt wird. Auch Amaran's Plight soll ein solcher Überflieger sein und es wird auch gleich darauf hingewiesen, dass ein paar Größen wie D.C. Cooper und Gary Wehrkamp maßgeblich an diesem Projekt beteiligt sind, was ja eigentlich nur höchste Qualität versprechen kann. Gut. Royal Hunt, Shadow Gallery, Spock's Beard sind Bands, die im Prog-Bereich durchaus einen Namen besitzen und schon große Scheiben veröffentlicht haben. Aber lassen wir lieber das Promo-Material beiseite und widmen wir uns dem eigentlich Wesentlichen, das für eine Review wichtig sein soll: dem Album.

Voices In The Light basiert auf eine Geschichte von John W. Crawford und erzählt das schicksalsschwere Leben eines jungen Mannes, dessen wohl wichtigsten Momente im Leben. Dies hört sich im ersten Moment recht kitschig und ein wenig nach Rosamunde P. an, aber es ist gekonnt in Szene gesetzt und die Texte triefen nicht, sondern setzen sich durchaus gekonnt mit den dargebotenen emotionalen Themen wie Liebe und Tod auseinander. Zentrales Element der Geschichte ist dabei eine Nah-Tod-Erfahrung, die der Protagonist durchlebt und die sein weiteres Leben maßgeblich beeinflusst. Viel mehr soll an dieser Stelle über den Inhalt nicht gesagt werden.

Kompositorisch im Hinblick auf die Musik ist die Geschichte gekonnt umgesetzt und weiß ebenso mit einigen progressiven Elementen, wie auch mit sehr einfachen Strukturen die einzelnen Stimmungen auszudrücken. Insgesamt ist die Gesamtstimmung ernst und eher ruhig gehalten, trumpft aber an den richtigen Stellen mit höherem Tempo und auch der notwendigen Härte auf. Es ist ein sehr rundes Album, das seine Wurzeln zu den einzelnen Beteiligten nicht verstecken kann, da doch Elemente zu finden sind, die ebenso bei z.B. Shadow Gallery auftauchen könnten.

Einen Minuspunkt muss man allerdings auch erwähnen: So ganz wird einem nicht klar, ob es jetzt mehr ein Album in Richtung poppigem Mainstream werden sollte, oder doch die progressiven Grundstimmungen das Ziel waren. Hier wäre etwas mehr Konsequenz nicht schlecht gewesen. Aber wirklich stören kann dies den Gesamteindruck nicht.

Was mir viel wichtiger erscheint: Endlich habe ich ein Album in den Händen, dass es schafft, nicht nur in meinem Kopf herumzuplätschern, sondern Gefühle weckt, Emotionen anstimmt und zum Schwingen bringt. Das ist gerade im Bereich der progressiven Rock- und Metalmusik enorm wichtig, da ein schön gestricktes, wunderbar komponiertes, aber absolut nüchternes Werk es einfach nicht schafft, dass ich es gerne anhöre. Voices in The Light schafft dies und läuft mittlerweile durchaus mehrmals am Tag durch meine Boxen. Ein echter Lichtblick in diesem bisher eher trostlosen Jahr, was den progressiven Bereich betrifft.

Anspieltipps: Gibt es keine, da es sich um ein Konzeptalbum handelt, bei dem die Geschichte als Ganzes entscheidend ist für die emotionale Entfaltung der Musik.

Sophos

6 von 6 Punkten

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