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Marilyn Manson - Eat Me, Drink Me

Marilyn Manson - Eat Me, Drink Me
Stil: Schock Rock
VÖ: 01. Juni 2007
Zeit: 56:32
Label: Interscope
Homepage: www.marilynmanson.de
MySpace: www.myspace.com/marilynmanson

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Wenn ich richtig gezählt habe, dürfte Eat Me, Drink Me Marilyn Mansons siebtes Album sein, allerdings das erste, mit dem ich mich ausführlicher beschäftige(n darf). Klar, ich kenne Mansons Version von Eurythmics "Sweet Dreams", das war es dann aber auch schon mit dem musikalischen Wissen. Umso außergewöhnlicher finde ich es, dass ich trotzdem meine, den/die Herren irgendwie sehr gut zu kennen, seltsames Gefühl. Aber eigentlich auch kein Wunder, gehört Marilyn Manson zum Rockbusiness einfach dazu wie Ketchup und Majo zu den fettigen Pommes Frites - steht er doch regelmäßig im Rampenlicht und schockt die konservative Gesellschaft mit seinem abnormalen Aussehen, seinen bizarren Auftritten oder seinen wirren Kommentaren. Was mich aber am meisten interessiert, schockt die Musik ebenfalls - oder nur das Drumrum? Dementsprechend gespannt war ich auf den Antichrist-Superstar und seinen aktuellen Output.

Aber nehmen wir es vorweg - geschockt bin ich nicht wirklich! Marilyn Manson präsentiert zwar einen sehr sperrigen Düsterbatzen, aber auf Grund der sehr melancholischen ruhigeren Art der Songs, fällt man jetzt erstmal nicht vom Hocker. Eher sitz man konzentriert vor den Boxen und versucht die abgedrehte Klangwelt zu verstehen, die einem da aus den Boxen entgegenkriecht. Einfach ist das nicht wirklich, denn klingen die überwiegend langsamen Songs auf den ersten Durchgang etwas simpel, wächst die Komplexität von Durchlauf zu Durchlauf und man entdeckt immer mehr Details, die man erstmal verarbeiten muss. Nachdem ich mich jetzt drei vier Mal durch das Album gewühlt habe, gefallen mir am Besten der schaurig schöne, ziemlich depressive Opener "If I Was Your Vampire", das simpel vor sich hin groovende "Putting Holes In Happiness" (genialer Titel im Übrigen), die erste Single "Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)" und der Ohrwurm "Evidence", mit ihren treibenden Beats und coolen Refrains! Der Rest des Albums erschließt sich mir nur schwer und irgendwie bin ich bei dem schönen Wetter auch nicht in der richtigen Stimmung dem Meister auf seinem düsteren Weg zu folgen - vor allen, da es größtenteils langsam, ich will nicht sagen behäbig, zugeht, und mich das Album somit nicht wirklich packen will.
Zugegeben, das Album hat seine Höhepunkte (s.o.), ist musikalisch ohne Zweifel in Ordnung und in einer düsteren Atmosphäre mit einem Glaserl Wein wohl auch recht nett, aber ich hatte mir schon ein wenig mehr erwartet. Und den Rausschmeißer, einen Techno-Mix von "Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)" hätte man sich am Ende auch sparen können - wobei, so schockt Herr Manson wenigstens doch seine eigenen Fans - denn Techno haben die auf Eat Me, Drink Me sicher nicht erwartet.

Thorsten

4 von 6 Punkten

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