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Kresta - Damaged Passion

Kresta - Damaged Passion
Stil: Hard Rock
VÖ: 25. April 2007
Zeit: 50:40
Label: Magic Minds Music
Homepage: www.kresta.de

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Na, für das Cover hätte man sich schon was anderes ausdenken können als diesen Nachbars Lumpi, der ein wenig behämmert in die Linse guggt. Aber naja, lassen wir uns mal nicht abschrecken. Zu bestaunen gibt es hier ein Projekt, das eigentlich eine Band hätte werden sollen. Initiiert von Peter Kresta, einem Multitalent, der Gitarre sowie Keyboard bedient und sich zusätzlich als Sänger betätigt, fanden sich über die Jahre hinweg immer wieder verschiedene Formationen zusammen, die in verschiedenen europäischen Studios Songs einspielten. Die Liste der Beteiligten dabei ist durchaus bunt: wir finden da einen Sänger namens Ossy Pfeiffer aus Hannover, einen Basser namens Karel Adam, der schon für Kreyson und Jutta Weinhold in die tiefen Saiten griff, den Gitarristen Milos "Dodo" Dolezal, den die Presseinfo als "Top Rock Musiker und Produzent aus der Tschechischen Republik, ein Tausendsassa der Rock Szene" beschreibt, der u.a. für Rammstein "Feuer Frei!" produzierte, und nicht zu vergessen Walter Wicha, den Shouter der legendären Münchner Originale Railway (ihr wisst schon, "Lick It, Stick It"). Nachdem die geplante Band nie zu Stande kam, führte Herr Kresta seine zahllosen Aufnahmen 2006 in den Magic Minds Studios in Hannover zusammen, wobei Walter Wicha in der Schlussphase als Executive Producer dazustieß und das Album in den Sky Studios in Taufkirchen (echt!) gemastert wurde, und zwar von Bobby Altvater, der schon für Bonfire, Railway und andere Recken die Regler schob.

So, und was heißt das jetzt alles? Die genannten Einflüsse finden sich denn auch eins zu eins in den Songs wieder - das Ganze klingt, als ob eine sehr kompetente Nachwuchsband Mitte der 80er versucht, wie die großen Helden aus den USA zu klingen, dabei aber nur einen höchst teutonischen Sound eben der Marke Ingolstadt oder München zustande bringt. Die ersten Stücke wie "Fantasy" oder "Savage Society" haben textlich und musikalisch das Niveau von Bonfire-Werken aus der zweiten Reihe - zwar durchaus versiert eingespielt, aber selbst für Freunde der Haarspray-Phase wie mich eine Stufe zu viel Achtziger-Show. Im weiteren Verlauf nimmt die Scheibe mit Nummern wie "Love Reaction" und "Dream Away" immer mehr die Kurve hin zu Whitesnake kurz vor der Stadion-Phase, und mit "Golden Time" werden dann schließlich direkt die guten Geister der 80er in der deutschen Rockszene angerufen.
Also: wer seinerzeit schon abging wie Schmids Katze, wenn Railway den Tanzboden erzittern ließen, der könnte hier seine Freude haben. Anderen sei der direkte Genuss der alten Kostbarkeiten empfohlen. Nicht unter den Tisch fallen soll allerdings, dass als Ko-Produzent ein gewisser Jan Nemec fungiert, der neben seiner Arbeit für U.D.O. und Accept auch an der Musik zu Geheimcode Der Wildgänse beteiligt war. Und das ist, wie man ja weiß, ein absoluter Renner in den Videotheken gewesen. Wenn sonst schon alles weg war.

1 KommentarHolgi

4 von 6 Punkten

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