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Cage - Hell Destroyer

Cage - Hell Destroyer
Stil: Power Metal
VÖ: 18. Mai 2007
Zeit: 78:35
Label: MTM Music
Homepage: www.cageheavymetal.com

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San Diego im Jahre 1999. Eine junge aufstrebende Band aus dem sonnigen Kalifornien gewinnt den Band-Contest der besten Nachwuchsband ohne Vertrag von den deutschen Schreiberkollegen des Rock Hard. Cage, so der Name der fünf Jungs, brachten daraufhin nach ihrem schon guten und in Eigenregie produziertem Erstling Unveiled mit Astrology ein absolut hochklassiges Werk heraus, das die Vergleiche mit Judas Priest zu Painkiller-Zeiten nicht scheuen musste, allein schon wegen der Stimme von Frontsirene Sean Peck. Der Nachfolger Darker Than Black von 2003 stand dem in nichts nach und war teilweise sogar noch eine Spur besser. Seitdem sind vier lange Jahre vergangen, doch jetzt sind die fünf US-Amerikaner ja wieder da.

Und zwar mit einem Konzept Album, welches sich Hell Destroyer nennt. Inhaltlich geht es dabei grob gesagt um einen apokalyptischen Kampf zwischen Gut und Böse. Die ganze Story hat natürlich einen Bart, der mindestens so lang ist wie der von Billy Gibbons (ZZ Top) zu seinen besten Zeiten und auch das Coverartwork sowie die Songtitel (wie z.B. "Fire And Metal", "Metal Devil") sind Klischee hoch drei aber wenn man das beiseite schiebt und sich auf die Songs konzentriert, ist das Ergebnis wirklich mehr als hörenswert geworden. Wie der Opener "Hell Destroyer", der allein schon wegen der geschrieenen Eröffnungssequenz irgendwie an Judas Priest erinnert aber im Verlaufe des Songs dann mehr über den großen Teich schielt. Danach bewegen sich Cage zielstrebig durch den US-lastigen Power Metal der Marken Vicious Rumors ("I Am The King"), Queensryche ("Abomination"), Jag Panzer, Metal Church ("Fall Of The Angels") und passagenweise sogar Savatage. Was die Gitarrenleads betrifft scheinen Cage auch Richtung Iron Maiden geschielt zu haben ("Rise Of The Beast", "From Death To Legend"). Egal welchen Song man anspielt, es wird immer Vollgas gegeben und von daher hätte man auch kaum Verschnaufpausen wenn nicht inklusive Intro sage und schreibe sieben Zwischenspiele eingesetzt worden wären. Auch wenn die Zwischenspiele recht kurz gehalten worden sind (im Vergleich zu manch anderen Heavy Metal-Bands...), stört das ein klein wenig den Fluss des Albums. Apopros Manowar, wie eben diese sparen auch Cage an keiner Ecke mit Klischees oder auch Pathos, von daher sind der Eigenständigkeits- und der Innovationsfaktor dementsprechend niedrig, aber das ist auch das Einzige was diese beiden Bands gemeinsam haben. Bei Songs wie dem Titeltrack, "Metal Devil" und dem geilen "From Death To Legend" sollte jedenfalls live die Post abgehen, da bin ich mir ziemlich sicher. Darüber hinaus hat man mit "Christhammer" eine Granate vor dem Herrn und mit "King Diamond" einen saucoolen Hommage-Song an den King himself am Start.

Hell Destroyer ist somit in gewisser Weise ein wahres Freudenfeuer an schnellen Gitarrensoli, kräftigen Metalriffs, Double Bass-Gewitter und einem Frontmann, der es mit dem literarischen Metalquartett (King Diamond, Halford, Owens, Scheepers) durchaus aufnehmen kann, geworden. Die fette und oberamtliche Produktion von Richard Carr könnte passender auch nicht sein. Der Höllen-Zerstörer ist ein oberamtliches Stück Schwermetall geworden, das richtig unterhaltsam ist und Spaß macht wie Hölle... Im direkten Vergleich sind zwar kleine Schwächen zu den Vorgängern erkennbar, aber nichtsdestotrotz wurde die fünf Punkte Grenze gerade noch überschritten. Wenn schon Klischee im Heavy Metal dann bitte so wie Cage!

Andi

5 von 6 Punkten

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