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John 5 - The Devil Knows My Name

John 5 - The Devil Knows My Name
Stil: Guitar Rock
VÖ: 30. März 2007
Zeit: 55:00
Label: Mascot Records
Homepage: www.john-5.com

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"Nummer 5 lebt" ist das, was mir bei bloßer Betrachtung des Covers einfällt, oder auch ein "Fünf ist Trümpf" einer staatlichen Gesellschaft anlässlich der Einführung fünfstelliger Postleitzahlen im Jahre 1992. Fünfe lässt man zum Chillen gerade sein, fünf Kufenflitzer stehen sich mit Schläger bewaffnet beim schnellsten Mannschaftssport der Welt gegenüber und so weiter und so fort. Wie man sieht, die "5" hat es in sich und darum zurück zu John 5 aka John Lowery, wie der Mann im wahren Leben heißt.

Referenzen wie Marilyn Manson, Rob Zombie, Meat Loaf, Scorpions oder Paul Stanley lassen aufhorchen. Bärenstark bis heute finde ich das Two-Album Voyeurs mit einem gewissen Ex-Metalgott Rob Halford am Mikro, zu der Mr. 5 seine Licks aus dem Ärmel schüttelte. John fudelt sich mit The Devil Knows My Name seinen dritten Solostreich vom Brett und bratzt vorbildlich schreddend auf seiner Laute. Da kommen bei einigen Songs selige Erinnerungen an die Endachtziger Jahre auf, als ein gewisser Herr Varney auf seinem Shrapnel-Label ein Gitarrengenie nach dem anderen aus dem Hut zauberte. Malmsteen, MacAlpine, Moore (der aktuell unbekannt fliegende Vinnie, nicht der tränig bluesende Gary), Tafolla, Becker, Friedman, Howe (der farbige Greg, nicht der Distortion-arme Ja-Sager Prog-Steve) und weitere dreiundzwölfzig Saitenhexer.

Mr. Lowery überzeugt durch das ausgeglichene abwechslungsreiche Songwriting und den gekonnten Spannungsaufbau innerhalb eines Songs. Darüber hinaus wird mal schreddend hart und dann wieder gefühlvoll zart der Saitensechser gestreichelt. Rock- und Metalriffing, Shuffle, Bluesharmonien oder Countryversätze: Hier wird alles vom Stapel gelassen was Distortion, Flanger und Co. hergeben. Bei "The Werewolf Of Westeria" wird John von Joe Stariani unterstützt. Die wieselflinken Akkordfolgen und Solotechniken werden mit einer Leichtfüßigkeit gespielt, dass der Hobbyschredder nach dem x-ten wiederholen und dreihundert Spielfehlern von "Get Back" der Beatles die Sechssaitige frustriert beherzt in die Ecke wirft. "The Washing Away Of Wrong" ist ein Lehrbeispiel unterschiedlicher Gitarrentechniken. Meine Fresse, dagegen muss das stumpfe Geschrubbe bei Marilyn so nebenbei vom Griffbrett gehuscht sein. Das Stück endet ausfadend mit Banjo und Akustischer. Hammer! Die überaus gelungene Coverversion des Guns N' Roses-Klassikers "Welcome To The Jungle" stellt einen weiteren Höhepunkt dar. Wie weiland Slash das Anfangsriff rausböllerte, so klingt es hier 20 satte Jahre später in fast identischem Sound. Die Gesangsstimme von Rothaar Axl übernimmt die Leadgitarre und jault auf beeindruckende Weise wie der kauzige -damals schwer toupierte- Frontmann der größten Drogengemeinde aller Zeiten.

Seit Crystal Planet von Mr. Satriani hat mich eine rein instrumental rockende Gitarrenscheibe nicht mehr so in den Bann gezogen wie diese Teufelsplatte. Vor allem freut mich, dass es Gitarristen gibt, die anspruchsvolle Gitarrentechniken in gute Songs kleiden können. Und der teuflische Anzug passt haargenau. Sollte sich jeder Gitarrenfreak, dem oben erwähnte Heroes und ein junger Steve Vai zusagen und erfreuen, mal zu Gemüte führen.

Siebi

5 von 6 Punkten

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