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Dimmu Borgir - In Sorte Diaboli

Dimmu Borgir - In Sorte Diaboli
Stil: Black Metal
VÖ: 27. April 2007
Zeit: 43:18
Label: Nuclear Blast
Homepage: www.dimmu-borgir.com
MySpace: www.myspace.com/dimmuborgir

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Kaum eine Band spaltet die Black Metal-Gemeinde so in zwei Teile wie die Norweger Dimmu Borgir. Während die einen der Band ihren ewigen Support bezeugen, ist es den anderen zu sehr mainstream-lastig. Schließlich hat man ja den Frevel begangen und einen Deal mit einem Major Label abgeschlossen. Den Vorwurf des Opulenten, Bombastischen mussten sich die Norweger auch immer wieder gefallen lassen. Und dem Deibel sei Dank, scheren sich die Jungs nicht um solche Statements und ziehen konsequent ihr Ding durch.
Auf dem achten vollständigen Album der Bandgeschichte bleiben Dimmu Borgir ihrer Linie auch weiterhin treu. Jedoch wurden die bombastischen Elemente nicht mehr ganz so großzügig eingesetzt und dick aufgetragen wie noch auf Death Cult Armageddon. Jetzt aber davon zu sprechen, dass Dimmu Borgir wieder etwas "back to the roots" gegangen sind, würde zu weit führen. In Sorte Diaboli ist vielmehr die logische Weiterentwicklung von Death Cult Armageddon, nur eben eine Spur knackiger. Man merkt, dass sich die Norweger weiterentwickelt haben, wie die neun Songs zeigen. Eigentlich sind es derer nur acht, denn "The Fallen Arises" hat mehr den Charakter eines Intros bzw. Zwischenspiels mit den Keyboard-Spielereien und dem Pferdegetrappel. Doch Dimmu Borgir wären nicht Dimmu Borgir, wenn sich nicht doch der ein oder andere hochbombastische Song auf das Album geschoben hätte. Speziell "The Serpentine Offering" wuchtet gerade am Anfang ein gehöriges Bombast-Pfund in die Waagschale. Dieser Song ist die logische Fortführung vom letzten Album, orchestral, bombastisch und komplex, wobei der Spielfluss erhalten bleibt. Mit seiner eingängigen Melodieführung ist er zudem ein Paradebeispiel, wie man Black Metal opulent auftischen kann. Zudem kann der Song durch den Einsatz von cleanen Vocals weiter punkten. Die klaren Gesangslinien werden aber erst in der zweiten Hälfte des Albums ("The Invaluable Darkness", "The Sacrilegious Scorn") vermehrt geboten, bis zu Song Nummer fünf dominiert Shagrath mit seinen Screams und Growls.
Der Opener "The Chosen Legacy" weiß von Anfang an zu überzeugen. Schnell und präzise hämmert es einem ins Hirn und setzt sich dort fest. Durchzogen von einigen Breaks und Tempowechsel gestaltet sich der Song recht abwechslungsreich, von Midtempo bis zu Blast-Attacken ist hier schon mal alles geboten. Manche Songs auf In Sorte Diaboli brauchen dagegen den ein oder anderen zusätzlichen Durchlauf, um sich in voller Breite zu erschließen. Denn trotz des etwas in den Hintergrund geratenen Bombastfaktors sind Dimmu Borgir ihrer Vorliebe für variablen und teilweise unvorhersehbaren Songaufbau treu geblieben. So wird schon mal das Tempo abrupt dort gewechselt, wo man es garantiert nicht erwartet. Aber genau das macht die Scheibe so interessant.
Somit haben Dimmu Borgir nach rund vier Jahren Wartezeit ihre Fans mehr als entschädigt. Denjenigen, denen die bombastisch-orchestrale Ausrichtung der Band schon auf dem Vorgänger nicht zusagte, wird auch das neue Album schwerlich zusagen.

Ray

6 von 6 Punkten

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