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The Flying Windmil - Semiprecious Serenades

The Flying Windmil - Semiprecious Serenades
Stil: Punk’n’Pop’n’Roll
VÖ: 12. März 2007
Zeit: 51:46
Label: Finest Noise
Homepage: www.flyingwindmill.de

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Fliegende Windmühlen, ja das dachte sich Don Quijote wohl auch so ähnlich und wollte sie dann prompt bekämpfen. Was kann man aber mit halbedlen Ständchen bekämpfen? Das sollte man mal lieber die sächsische Band The Flying Windmill fragen, die nun mit Semiprecious Serenades ihren ersten Longplayer am Start hat.

Nach zwei Split-CDs 2002 und 2003 konnte sich die Band schon einen Namen erspielen und über 200 Shows in Deutschland und Europa darbieten. Nicht schlecht, verdient auf jeden Fall Respekt! Und jetzt soll der Name und der Ruf natürlich primär gefestigt und ausgeweitet werden. Nach einem flotten und melodischen Intro beginnt "Offday Princess" das Album in bester Green Day- und Blink 182-Tradition. Supereingängig und mit schönem Mann/Frau-Wechselgesang frisst sich der Song förmlich ins Kleinhirn. Ich bin entzückt! Der Mitwipper "Perfect Start, Perfect Stop" und das schnelle "The Quick And The Dead" führen zum nächsten Killersong (okay der Anfang erinnert GANZ leicht an den Ärzte Song "Wie Es Geht" aber ist ja auch egal...) "Virtuality", der in witziger Weise über das Internet und seine Folgen berichtet. Auch hier wieder mit einer starken Hookline und hoher Eingängigkeit. Bei "Sometimes" schimmern Liquido-Elemente durch, die mit punkigen Anteilen durchgemischt wurden, wohingegen das abwechslungsreiche "Smalltalk (Won't Save My World)" an Billy Talent und My Chemical Romance erinnert. Mannometer, was für ein Brett, am liebsten möchte man vor Freude durch die Wohnung springen. Um den Puls wieder etwas zu beruhigen gibt es "I'll Never Get Used To This", auch diese (Halb)Ballade kann man durchaus so stehen lassen. Die restlichen Tracks "Comeback And Conquer", "Beautiful", "We Are Golden" und "Focused" fallen gegenüber den anderen Liedern in Sachen Eingängigkeit in keinster Weise ab. Einzig und allein das abschließende "Teenage Pop" klingt mit seinem etwas unausgegorenem Refrain etwas austauschbarer. Einen Hidden Track gilt es dann aber auch noch zu finden.

Tja, und plötzlich sind über 50 Minuten Punk'n'Roll schon wieder vorbei. Dabei kann man natürlich im möglichen und auch irgendwie begrenzten Bereich vieles falsch machen. Innovation sucht man schließlich bei dieser Art Musik auch schon fast vergeblich, und das wird man so schnell auch nicht mehr ändern können. Wie dem auch sei, Sänger/Gitarrist Corny hat jedenfalls eine sehr charismatische Stimme, die perfekt zum Sound der vier Burschen passt. Apopros Sound, hin und wieder scheppert es zwar ein bisschen aber an sich ist Semiprecious Serenades ein recht dynamisches Klangerlebnis geworden.

The Flying Windmill haben es tatsächlich geschafft innerhalb der gesteckten Grenzen ein durch die Bank homogenes und relativ abwechslungsreiches Album auf die Beine zu stellen, das qualitativ dem typischen Ami-Punk a la Green Day, Blink 182 und Goldfinger in nichts nach steht. Und wie oben auch schon erwähnt tauchen öfter mal Ärzte-Tendenzen auf, die zusammen mit Billy Talent/My Chemical Romance-Anleihen verwurstet werden. Soll heißen: Hier ist eine fitte Band am Werke, die auch vom gängigen Drei-Akkord-Schema abweicht und für einen hohen Spaßfaktor und gute Laune sorgt. Objektiv gesehen mag das zwar klassische vier Punkte bringen, rein subjektiv aber reicht das nicht, sehr cooles Teil!

Andi

5 von 6 Punkten

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