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Review

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Hacride - Amoeba

Hacride - Amoeba
Stil: Death Metal
VÖ: 02. März 2007
Zeit: 54:25
Label: Listenable Records
Homepage: www.hacride.com

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In meinem Review zum Hacride-Debüt Deviant Current Signal habe ich noch geschrieben, dass es mit dem nächsten Album was werden könnte, wenn die Band die Sache mit ihrem Sänger in den Griff bekommt. Und was soll ich sagen?
a) ich hab ehrlich gesagt nicht daran geglaubt und
b) es ist in der Tat was geworden!

Amoeba heißt also das zweite Langeisen von Hacride und mit ihrem Sänger haben die Franzosen offensichtlich ein ernstes Wörtchen geredet. Denn Samuel Bourreau klingt hier fantastisch abwechslungsreich, er singt jetzt cleane Passagen, Growls und Hardcoreshouts fast gleichberechtigt, wobei das Hauptaugenmerk sicherlich immer noch auf der heftigeren Seite liegt, aber er geht bei weitem, eigentlich gar nicht mehr so monoton-aggressiv zu Werke wie noch auf dem Vorgängeralbum.
Aber auch seine Kollegen an der Gitarre (Adrien Grousset), dem Bass (Benoist Danneville) und dem Schlagzeug (Olivier Laffond) haben spieltechnisch extreme Fortschritte gemacht und klingen anno 2007 noch tighter und abwechlungsreicher als auf Deviant Current Signal. Dabei haben Hacride auch in Punkto Songwriting eine Art Quantensprung gemacht, denn Amoeba klingt abgedreht, kompliziert und zunächst sperrig, aber dennoch nachvollziehbar, logisch und vor allem erwachsen. Auf Amoeba reiht sich oft und gern ein aggressiver Knüppelpart an ein verträumtes, atmosphärisches Zwischenspiel um im nächsten Moment in einen nackenzwirbelnden polyrhythmischen Teil überzugehen, dass einem erstmal die Luft wegbleibt. Eine hochdynamische Scheibe also, die es trotz ihrer offensichtlichen Komplexität schafft, den Hörer über lange Zeit zu fesseln. Und wie flexibel Hacride mit ihrer Musik wirklich sind, zeigen sie beim Ojos De Brujo-Cover "Zambra", das eindrucksvoll vor Augen führt, dass Metal auch mit spanischer "Volks"musik kombinierbar ist.
Eine Band, die vergleichsweise abgedreht und mitreißend zu Werke geht, ist Strapping Young Lad, an denen sich Hacride auf Amoeba wohl sehr stark orientiert haben, ohne auch nur annähernd eine Kopie der begnadeten Kanadier zu sein. Aber auch Meshuggah haben nach wie vor einen hohen Einfluss auf die Musik der Franzosen.

Ich hätte nicht geglaubt, dass Hacride sich so sehr steigern würden, aber mit Amoeba ist ihnen eine absolute Hammerscheibe gelungen, die auch nach vielen Durchgängen immer interessant bleibt. Von drei auf Höchstpunkzahl zu springen ist schon eine erstaunliche Leistung, aber im Falle von Amoeba ist diese Bewertung voll und ganz gerechtfertigt.

Lord Obirah

6 von 6 Punkten

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