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A Life Divided - Far

A Life Divided - Far
Stil: Modern Metal
VÖ: 10. März 2006
Zeit: 72:35
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.a-life-divided.de

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Drei Jahre nach dem famosen Einstand Virtualized ist die Zeit reif für die neuen Songs des Sextetts aus Südbayern. Und es sind insgesamt 15 Stücke auf dem neuen Langeisen Far verewigt. Gibt es somit quantitativ nichts zu meckern. Ein Gutes zusätzlich vorweg: Songwriter Erik Damköhler, der neben Gitarren, Keyboards und programmierten Soundspielereien sich auch für das Booklet verantwortlich zeichnet, ist nach wie vor im Studio mit an Bord. Sänger Jürgen Plangger schrieb alle Texte und glänzt in diesen mit intelligentem Lyrikgehalt. Keine hohlen "kill & die"-Phrasen oder anderes Pathosgeschwafel. Würde dem musikalischen Inhalt und Anspruch dieser Platte auch nicht gerecht werden.

Das eingängige tanz- und bangbare "Anyone" und den Chorusrocker "Solid" mit melodischem Keyboardbackground kannte ich bereits von Liveauftritten des Sechsers. Für "Anyone" gibt es auch ein Video, das man sich von der Band-Homepage herunterladen kann. Wie das Cover und die gesamte Gestaltung des Booklets, so gefällt auch dieses vorzüglich. Die Burschen legen ein vielschichtiges Album hin, das mehrere Durchläufe benötigt, um alle Details und klanglichen Feinheiten zu hören und zu verstehen. Kein leicht verdauliches Teil, das die Oberbayern hier abgeliefert haben. Aber gerade diese Tatsache erfreut mich wie schon beim Debüt Virtualized. Ein gelungener Stilmischmasch zwischen Gothic Rock, Metal, Industrial, Dark Wave und herkömmlichen Rockelementen. Dazu kommen die klanglichen Soundcollagen und elektronischen Sperenzchen, die dem Sound der Band eine eigene Note und sehr viel Tiefgang verleihen. Sänger Jürgen singt teilweise tief, schreit, haucht und spricht sich mit viel Gefühl und Theatralik durch die Songs und bringt neben den unterschiedlichen Klanggemälden seine Stimme als weiteres Instrument mit in den Klangkosmos der sympathischen Truppe ein.

Wer einen offenen Musikgeschmack mitbringt, wird mit Far überaus stilvoll gespeist. Fünfzehn Leckerbissen, mal laut, mal leise, mal zart, mal roh, mal verspielt, mal simpel. Ein Album, das zum Träumen und Zuhören als auch Abrocken einlädt. Je nach Stimmungslage kann sich der Hörer sein eigenes Menü mit der Programmiertaste des CD-Players zusammen stellen. Da kann es wiederum wie beim Debüt nur die Höchstnote geben. Checkt diese Jungs an, denn in Zukunft wird man sicher noch viel von ihnen hören. Hoffentlich hören auch die entsprechenden Geschäftsleute in den Vorstandsetagen der Plattenfirmen hin.

Siebi

6 von 6 Punkten

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