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Morphosys - Der Blutmond

Morphosys - Der Blutmond
Stil: Death Metal
VÖ: 18. November 2006
Zeit: 28:52
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.morphosys-rock.de

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Hossa, holde Waldfee, was hast du mir denn da für ein ordentliches Stück deutscher Schwermetallkunst ins Nestchen gelegt? Morphosys wurden am 01.01.2002 erst gegründet und legen uns hier mit Der Blutmond ein mehr als gelungenes Scheibchen vor. Davor gab es nur das Demo 2004, das mit seiner Auflage von gerade mal 500 Stück ausverkauft ist. Und das ist bei der gebotenen Qualität auch kein Wunder. Die Regensburger um- bzw. beschreiben ihren Stil als old school Death/Black Metal, was ich nur bedingt gelten lassen kann. Death Metal ja, old school auch ja, aber Black Metal kann ich hier nicht ausmachen, eher noch eine gehörige Portion Thrash. Ist aber auch egal, denn die Scheibe knallt recht ordentlich old schoolig daher. Bei vielen geht ja diese Bezeichnung nach hinten los, nicht so aber bei den Bajuwaren.

Nach einem kurzen Intro geht es mit "Armageddon" gleich mal in die Vollen. Schon die ersten Riffs zeigen, wo die Jungs ihre Wurzeln haben. Herrlich flotter Death/Thrash Metal mit einem stellenweise galoppierenden Rhythmus zieht einen sofort in den Bann, unterbrochen von stampfendem Midtempo. Dabei röhrt sich Vocalist Chris Caravello die Seele aus dem Hals. Bei "Smashed By My Axe" ist der Titel Programm, auch wenn der Song etwas gebremster daherkommt. Der "Collector Of Body Parts" reitet dann wieder im flotten Midtempo durch die Walachei und nimmt keine Gefangenen. Mit dem Titelstück "Der Blutmond" allerdings haben Morphosys ihre eigene Messlatte verdammt hoch angesetzt. Der Song schraubt einem einfach gnadenlos die Rübe von den Schultern. Dass der Text komplett in deutsch gehalten ist, ist das Tüpfelchen auf dem "i". Hier regiert Härte ohne Geschwindigkeit, denn diese befindet sich eher im unteren Bereich. Live ist dieser Song bestimmt der Abräumer schlechthin. Da bin ich mal gespannt, wie die Jungs diesen Song noch toppen wollen. Zu guter Letzt wird einem noch "Liar" entgegen gebrüllt, der mit einer feinen Punknote ausgestattet beginnt, sich dann jedoch in schnellem Midtempo ergießt.
Zur Produktion lässt sich nichts Negatives sagen, alles knallt recht ordentlich mit einem kleinen Hauch old school, ohne diesen Begriff nun überstrapazieren zu wollen. Keine Spur davon, dass die Jungs dieses Teil in Eigenregie eingezimmert haben. Da können sich manche Bands eine Scheibe von abschneiden.
Fazit: bestellt euch dieses Teil über die Bandhomepage, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Ray

5 von 6 Punkten

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