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Paradise Lost - 2 Originals

Paradise Lost - 2 Originals
Stil: Gothic Metal
VÖ: 01. Dezember 2006
Zeit: Symbol Of Life: 41:44 / Paradise Lost: 41:57
Label: G.U.N. Records
Homepage: www.paradiselost.co.uk

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Im Zuge der 2 Originals Reihe erscheinen nun nach dem schnieken Kreator Doppelpack auch die letzten beiden Alben der englischen Gothic Rocker Paradise Lost. "Paradise Lost? Waren das nicht die, die mit Shades Of God und Draconian Times zwei Düsterrockalben für die Ewigkeit geschrieben haben, bevor sie in der Versenkung verschwunden sind?" mag sich jetzt der ein oder andere fragen. Jup, genau die waren das. Wobei "in der Versenkung verschwinden" den Kern der Sache nicht so ganz trifft. "Sich selbst ins Abseits schießen" wäre passender, denn nichts anderes haben Nick Holmes und Konsorten mit Host und Believe In Nothing seinerzeit getan. Musik für die Tonne, akustische Umweltverschmutzung sozusagen.

Auch mit Symbol Of Life konnte der Fünfer anno 2002 nicht an frühere Glanztaten anknüpfen. Zu wabbrig, zu gezwungen, zu seelenlos klang das künstlich auf modern getrimmte Album. Durch die Vielzahl an Industrialverwustelungen stellte man fast zwangsläufig Assoziationen zu den Neufünfländern Rammstein ("Isolate") oder den Krupps ("Perfect Mask") her. Zwar singt Meister Holmes hier wieder etwas rauer und ungeschliffener als noch die Jahre zuvor, zwar spielt Greg Mackintosh nach langer Zeit der Abstinenz endlich wieder richtig Gitarre, zwar sind mit "Mystify", "No Celebration" und "Self Obsessed" auch richtig gute Songs vertreten - aber die Offenbarung oder die Rückbesinnung auf alte Tage war das immer noch nicht. Symbol Of Life war ein Schritt in die richtige Richtung, weg vom Depeche Mode-Klon, hin zu dem was Paradise Lost einmal ausgemacht hat. Aber wie sangen schon die Onkelz: "Es ist ein langer langer Weg..."

Umso erfreulicher, dass die Briten auf dem selbstbetitelten Nachfolgewerk aus dem Jahr 2005 endlich wieder harte, atmosphärische Rockmusik spielen, die düster, melancholisch und zugleich melodisch ist. Die Samples der Vorgängerscheiben sind fast vollständig verschwunden. Dafür stehen die Gitarren des Duos Makcintosh/Eedy endlich wieder klar im Vordergrund und Nick Holmes überzeugt mit seiner facettenreichen Stimme. Vor allem der Opener "Don't Belong", die keyboarddominierte, kalte Gothicnummer "Redshift" und das melodische "Grey" können vollends überzeugen. Endlich wieder Songs mit Gänsehautgarantie, bei denen es den Jungs gelingt die Stärken ihrer vergangenen Tage zu bündeln. Das hier ist das erste richtige Paradise Lost Album seit Draconian Times. Und es lässt die Anhängerschar der Briten wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken.

Trotzdem mag ich eine Kaufempfehlung hier nicht aussprechen, da beide Alben nicht unbedingt zu den Highlights aus dem Paradise Lost Backkatalog zählen. Für Sammler stellt dieses Package allerdings eine gute und günstige Möglichkeit dar, das heimische CD Regal zu füllen. Eine Warnung sei aber noch ausgesprochen: Wer auch immer die Alben über seine PC laufen lässt, sollte ein Auge auf den recht nervigen Kopierschutz der CDs haben. Feldtests haben gezeigt, dass dieser versucht ein recht umfangreiches Eigenleben zu entwickeln.

JR

Ohne Wertung

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