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Interview

Interview mit Thrudvangar (12.03.2010)

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Lange hat es gedauert, bis Thrudvangar mit dem Nachfolger zu Zwischen Asgard Und Midgard in die Läden gekommen ist. Herausgekommen ist ein wieder härter klingendes Konzept-Album, das an die Anfangstage der Band erinnert. Nach dieser RÜckbesinnung auf ihre Stärken tütete ich ein paar Fragen ein, derer sich Sänger Matze annahm.

HH: Hi, wie geht's euch so kurz nach dem Release?

Matze: Hallo, hier ist der Matze von Thrudvangar und ich werde versuchen, eure Fragen zu beantworten. Uns geht es gut im Moment. Es ist etwas Ruhe eingekehrt nach der stressigen Zeit der Aufnahmen und des Videodrehs. Nun ist die Zeit, wo viele Interviews zu beantworten und eine Menge Reviews zu lesen sind. Außerdem müssen wir unser neues Liveprogramm einstudieren und Konzerte bzw. Festivals vorbereiten. Nebenbei arbeiten wir auch an neuen Songs, damit nicht wieder zweieinhalb Jahre vergehen müssen, bis wir unseren Fans etwas Neues vorstellen können.

HH: Zwischen dem letzten Album und dem aktuellen liegen drei Jahre, was habt ihr in der Zwischenzeit gemacht?

Matze: In dieser Zeit waren wir nicht faul. Wir haben auf einigen Festivals gespielt und hatten eine Menge Club-Gigs, fuhren eine Tour mit Nomansland und Trollech und im letzten Herbst eine Mini Tour mit Andras und Mortal Intention. Die Aufnahmen zu Durch Blut Und Eis gestalteten sich auch etwas schwieriger als gedacht. Dann kamen noch die Liveaufnahmen vom BMOA hinzu, welche auch gemixt und gemastert werden mussten und natürlich auch der Videodreh. Das alles hat seine Zeit gebraucht (sollte ja auch ein ordentliches Gesamtpaket werden).

HH: Wie kam es zur Idee, diesmal ein Konzeptalbum zu veröffentlichen?

Matze: Der erste Gedanke dazu kam von mir. Ich lese sehr viel über Geschichte und nordische Mythologie und dabei bin ich oft über die Person von Erik dem Roten gestolpert. Den Wunsch ein Konzeptalbum zu machen hatte ich schon länger und nun war auch ein passendes Thema gefunden. Also, was lag da näher als den Rest der Band zu überreden (was nicht lange gedauert hat) und mit dem Projekt anzufangen.

HH: Warum habt ihr euch für den berühmten Wikinger Erik den Roten entschieden? Gab es auch noch andere Charaktere, die zur Wahl standen?

Matze: Wie gesagt das Thema Konzeptalbum hatte ich schon länger im Hinterkopf und damit auch einige Gedanken über mögliche Charaktere. Es gibt sehr viele Sagen und Geschichten über die sich ein Konzeptalbum machen ließe, z.B. über die Jomswikinger. Dass wir uns für Erik den Roten entschieden haben, lag wohl auch daran, dass ich gerade ein Buch über ihn gelesen hatte. Es gibt sehr viel über die historische Figur zu erzählen, von seiner Flucht aus Norwegen, sein Leben und Wirken bis zur Entdeckung Grönlands. Kurz gesagt, einfach der beste Stoff für ein Konzeptalbum!

HH: Erich der Rote wurde schon mehrfach besungen, u.a. haben sich Tyr von den Färöer Inseln ebenfalls diese Historienfigur für ihr Album Eric The Red (2003) herausgesucht. Hattet ihr keine Bedenken, das gleiche Thema wieder aufzugreifen?

Matze: Nee, wir hatten keine Bedenken. Tyr mit ihrem Album Eric The Red hat die gleiche Titelfigur, aber sie
erzählen nicht unbedingt die gleiche Geschichte wie wir und die musikalische Umsetzung ist auch sehr verschieden. Es gibt auch noch andere Bands, die das gleiche Thema für ihre Lieder verwendet haben, z.B. Black Messiah (Grüße an der Stelle). Es gibt bei jeder Musik thematische Überschneidungen, Tausende Schlagerschnulzen über die Liebe, Tausende Black Metal-Songs über Satan und so weiter. Wie man sieht, es ist irgendwie immer das gleiche oder zumindest ähnlich. Da können wir das Rad auch nicht neu erfinden.

HH: Werdet ihr das neue Album auch live promoten? Auf eurer Homepage sind hierzu noch keine Tourdaten ersichtlich.

Matze: Natürlich wollen wir unser neues Album auch live promoten. Wir hatten schon ein Tour-Angebot, welches wir leider ablehnen mussten. Im Moment suchen wir noch eine Promotionfirma, aber ich denke, da wird sich schon etwas finden, vielleicht sogar auf diesem Weg. Es wird also auf jeden Fall eine Tour geben, es steht nur noch nicht fest wann. Ansonsten stehen schon einige Festival und Club-Gigs für dieses Jahr fest.

HH: Bereits beim letzten Interview hatten wir das Thema Metal und Politik und ihr habt hierzu ja auch Stellung bezogen. Derzeit herrscht jedoch im weltweiten Netz eine wahre Hetzjagd (ob berechtigt oder unberechtigt sei dahin gestellt) gegen die Band Varg. Wie beurteilt ihr diese Entwicklung, da nun jeder Behauptungen gegen einen anderen aufstellen und damit eine Welle auslösen kann?

Matze: Dass man mit Gerüchten und dem Medium Internet eine Hetzjagd veranstalten kann ist nicht neu. Es ist auf jeden Fall nicht in Ordnung, wenn dadurch unbescholtene Menschen zu Schaden kommen. Andererseits muss aber jeder, der in der Öffentlichkeit steht, als Musiker, Schauspieler oder als was auch immer, damit rechnen dass es Leute gibt, die versuchen, mit solchen Aktionen ein negatives Bild von einem zu schaffen. Oft genug ist aber an solchen Gerüchten und Halbwahrheiten doch etwas dran. Da ist es hilfreich, wenn man eine klare Meinung hat und zu dieser auch in der Öffentlichkeit steht. So kann man auch nicht zur Zielscheibe für irgendwelche politischen Gruppierungen werden. Ich möchte das Thema Varg bzw. Philip nicht kommentieren, aber es zeigt sich, wer mit dem Feuer spielt, kann sich verbrennen.

HH: Ebenfalls beim letzten Interview habe ich angemerkt, dass Zwischen Asgard Und Midgard etwas zu poliert geklungen hat. Durch Blut Und Eis klingt jedoch wieder ordentlich roh, und das trotz der druckvollen Produktion. Was habt ihr diesmal anders gemacht?

Matze: Wir haben versucht die einzelnen Songs besser herauszuarbeiten, eine klarere Struktur zu geben. Die
Melodieführung übernehmen die Gitarren jetzt häufiger und das Keyboard kommt dadurch an den entscheidenden Stellen besser zur Geltung. Ansonsten war der Werdegang, vom Komponieren bis zur Aufnahme der gleiche. Wir blieben für die Aufnahmen auch wieder im heimischen Studio, mit Namen "Black in Sound" welches unserem Gitarristen Christian gehört.

HH: Werden bis zum nächsten Album wieder drei Jahre ins Land ziehen?

Matze: Ich hoffe nicht! Wie bereits gesagt, haben wir schon einige Ideen gesammelt und arbeiten schon an neuen
Sachen. Aber wie lange wir für eine komplette neue Scheibe brauchen, das weiß ich nicht.

HH: Danke für dieses Interview. Auch dieses Mal gehören die letzten Worte euch.

Matze: Wir danke ebenfalls für das nette Interview. An unsere Fans und die, die es hoffentlich bald werden, vielen Dank für eure Unterstützung, viel Spaß mit der Durch Blut Und Eis und ich hoffe wir sehen uns auf einem unserer Konzerte. Bis dahin, der Matze!

Ray

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