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Running Wild - Best Of Adrian

Running Wild - Best Of Adrian
Stil: Heavy Metal
VÖ: 24. November 2006
Zeit: 65:11
Label: G.U.N. Records
Homepage: www.running-wild.net

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Ahoi, Männer, der Kapitän ist wieder da. Rolf und seine Freunde steuern ihre Fregatte schon wieder in Richtung unserer Häfen. Neue Beute hat er uns dieses Mal leider nicht mitgebracht, sondern Material, das getreuen Anhängern bestens bekannt sein sollte. Klar gibt es das 25jährige Jubiläum der Freibeuter-Könige zu feiern, aber eine solche Best Of-Zusammenstellung darf zumindest mal mit einem Fragezeichen versehen sein. Schließlich brachte Rock'n'Rolf erst 2003 mit Twenty Years In History eine umfassende Dokumentation der erfolgreichsten Running Wild-Ära heraus, auf der sich neben den allseits beliebten Schlagern auch rare Nummern wie "Prowling Werewolf" fanden. Mal ganz davon abgesehen, dass es 1991 mit The First Years Of Piracy schon einmal eine Hitparade zu bestaunen gab. 2005 schließlich stellte Kapitän Kasparek mit Rogues En Vogue ein neues Werk zur Diskussion, von dem wir mal sagen wollen, dass es nicht ganz unumstritten ist.

Was also tischt uns der Meister hier nun auf? Auf Best Of Adrian hat Cheffe Rolf die Highlights der letzten neun Jahre versammelt, also in erster Linie eine Auswahl von Stücken, die auf The Rivalry (1997), Victory (2000), The Brotherhood (2002) und eben den Rogues En Vogue zu finden waren. Um sämtliche Angelo Sasso-Witze gleich zu erledigen: seine Mutter sagt, dass wir den armen Jungen doch endlich in Ruhe lassen sollen. Also tun wir das und konzentrieren uns auf die Nummern. Hier gibt es sehr feine Stücke zu bestaunen, bei denen sicherlich die bekannten Kracher "The Rivalry", "Kiss Of Death" und "Victory" hervorstechen. Alle Running Wild-Markenzeichen sind da versammelt, angefangen von den eingängigen Gitarrenmelodien über die Ohrwurm-Refrains bis hin zu Rolfs markantem Gesang. Auf epischeren Gewässern fahren wir dann mit "Tsar" und "The Ballad Of William Kidd", die die musikalischen Glanzlichter markieren. Neben dem sicherlich besten Titel neueren Datums, dem Titelsong "Rogues En Vogue", steht von dieser Scheibe nur noch das eher mäßige "Draw The Line" - mit "Skeleton Dance" oder "Dead Man's Road" wären hier bessere Kandidaten am Start gewesen. Um die Truhe der Vergangenheit nicht ganz geschlossen zu lassen, kann sich das Freibeuterherz noch an drei Klassikern freuen - "Welcome To Hell" (gleich zweimal vertreten), "Bad To The Bone" und natürlich "Under Jolly Roger" in einer Live-Version von 2004, die zwar gut gebracht ist, allerdings komplett ohne Refrain-Gesang von Rolf auskommen muss.
Was also kann der Sinn dieses Beutezugs sein? Wenn man sich einen kurzen Überblick verschaffen will, was Rolf auf seinen letzten Scheiben so getrieben hat, wo er mehr oder weniger Projektleiter eines Ein-Mann-Schlachtschiffs war, dann kann man hier durchaus mal hinhören. Auch für Running-Wild-Komplettisten ist das Ganze durch die drei Live-Fassungen natürlich en absolute möst (clever, die Herren). Best Of Adrian macht aber auch deutlich, dass die jüngste Schaffensperiode der Korsaren die ganz großen Diamanten, die Scheiben wie Black Hand Inn oder Masquerade zierten, nicht mehr aus der schwarzen Schatzkiste zaubern konnte.
Sicher ist jedoch eines: Kurs hat er gehalten, der Rolf, und das ist in rauer See ja schon viel wert. Also ziehen wir uns die Augenklappen über und stimmen fröhlich ein: Alright, ye hearties, follow me!

Holgi

4 von 6 Punkten

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