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Ahab - The Call Of The Wretched Sea

Ahab - The Call Of The Wretched Sea
Stil: Funeral Doom Metal
VÖ: 29. September 2006
Zeit: 67:41
Label: Napalm Records
Homepage: www.ahab-doom.de

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Wer kennt denn nicht den Literaturklassiker Moby Dick von Hermann Melville? Derjenige, der an dieser Stelle "hier" schreit sollte am besten dann gleich mal zur Videothek latschen und sich die Verfilmung mit Gregory Peck als Kapitän Ahab reinziehen. Wer allerdings gleich weiterlesen will, hier die Story im kurzen Schnelldurchlauf: Im Mittelpunkt steht die schicksalhafte Fahrt des Walfangschiffes "Pequod", dessen einbeiniger Kapitän Ahab mit blindem Hass den weißen Pottwal jagt, der ihm das Bein abgerissen hat. Genau an diese Geschichte haben sich die beiden Mittnatsol Musiker Christian Hector (Gitarre) und Daniel Droste (Gesang, Gitarre und Keyboard) gewagt und zusammen mit Bassist Stephan Adolph ein Konzeptalbum mit dem Titel The Call Of The Wretched Sea kreiert.

Die ersten zwei Minuten des Openers "Below The Sun" erschaffen bereits die Nebelschwaden und die nötige Atmosphäre, die diese Thematik benötigt. Beklemmender und packender geht's schon gar nicht mehr, das Growlen von Daniel Droste könnte auch nicht passender und düsterer sein. Langsam und schleppend, mit Riffs, die den Marianengraben umgraben könnten doomen sich Ahab mehr als eine Stunde lang durch gerade einmal sieben Songs. Dabei überschreiten fünf Lieder die zehn Minuten Grenze. Trotz dieser unglaublich dichten Atmosphäre, die durch schon nahezu psychedelische Elemente konsequent ausgereizt wird, ist immer noch Platz für erhabene Melodien, wie z.B. bei "The Hunt". Das ist insgesamt gesehen schon verdammt starker Tobak, gerade für Doom Metal ungeübte Ohren. Etwas Kritik muss allerdings auch noch sein: die Songs sind im Prinzip immer nach dem gleichen Strickmuster aufgebaut, was mir persönlich etwas zu Lasten der Abwechslung geht.

Aber nichts desto trotz liefert das Trio eine sehr starke Leistung ab, vor der man einfach den Hut ziehen muss. Die musikalische Umsetzung dieses literarischen Klassikers könnte nicht besser gemacht werden. Freunde des Genres Doom Metal werden ihre hellste Freude dran haben, und müssen mindestens noch einen Punkt drauflegen. Alle anderen sollten auf jeden Fall erstmal reinhören. Das Wort "tief" hat jedenfalls eine neue Steigerungsform: tief, tiefer, am tiefsten, Ahab.

Andi

4 von 6 Punkten

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