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Krux - II

Krux - II
Stil: Doom Metal
VÖ: 20. Oktober 2006
Zeit: 47:47
Label: GMR Music Group
Homepage: www.kruxdoom.se

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Leif Edling, bekannt als der Meister und Macher der Kerzenmesse, hat seit ein paar Jahren ein weiteres Spielzeug mit Namen Krux und frönt hier - ähnlich der letzten selbstbetitelten Candlemass-Scheibe - rockigem Doom. Der Unterschied zur Hauptband des Bassers scheint auf den ersten Blick bzw. Hörgenuss nicht ersichtlich. Beim zweiten und dritten Hinhören wird es etwas klarer. Im Hintergrund brodelnde Keyboards aus den 70ern bereichern den dreckig räudigen Sound und untermalen die schwere düstere Grundstimmung. Nachzuhören in "Devil Sun", "Sea Of Doom" oder "Too Close To Evil". Im Gitarrenbereich fühlt man sich von Beginn an an Entombed erinnert. Was nicht von ungefähr kommt, da mit Jörgen Sandström ein Mitglied der Schwedendeather eine von zwei Sechssaitigen bedient und Nico Elgstrand (Entombed) an den Reglern sitzt. Daneben lärmen mit Fredrik Akesson (Gitarre, Arch Enemy), Peter Stjärnvind (Schlagzeug, Entombed) und dem Meistersänger Mats Leven (Therion) weitere bekannte Szenegrößen mit Leif.

Acht Doombatzen gibt es vor den Latz geknallt und begeistern auf Anhieb. Da wird trocken gerifft und wohltuend beherzt in die Becken gedroschen, dass jedem Analogfan das Herzerl aufgeht. Das in den Strophen flott hoppelnde "Pirates Of The Black Hand" und der schaurig schöne SloMo-Banger "Lex Lucifero" mit herzerwärmendem Lyrikgehalt ("There's a dead man in my bed, got no legs got no head") gewinnen mit jedem weiteren Durchlauf an Schlagkraft. Klar, Black Sabbath und zig weitere Doomster sind nicht weit, und "originell" klingt anders, aber Mr. Edling darf das natürlich. Mir gefällt es, weil das Album in sich stimmig wirkt. Die Riffs, die sehr gute Stimme von Mats und der mit Moogs und Hammonds angereicherte Sound fein die Hörgänge spülen und man den Spaß an der Sache den Musikern einfach anhört. Musik um der Musik willen und kein kommerziell ausgeklügeltes Kalkül.

Wer auf breite Raum erfüllende analoge tiefer gelegte Gitarrenwände kann und frühe Trouble zu schätzen weiß, der sollte sich die Platte schnellstmöglich anschaffen. Neben Sahg und der neuen Mirror Of Deception-Gabe ein weiteres Zeitlupen-Juwel im Jahre 2006 des Herrn.

Siebi

4 von 6 Punkten

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