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Axamenta - Ever-Arch-I-Tech-Ture

Axamenta - Ever-Arch-I-Tech-Ture
Stil: Black Metal
VÖ: 26. Mai 2006
Zeit: 63:59
Label: Shiver Records
Homepage: www.axamenta.com

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Axamenta kommen aus Belgien und spielen nach eigener Aussage Modern Progressive Dark Metal. Also schauen wir mal, was das heißt und was darauf auf Ever-Arch-I-Tech-Ture, dem inzwischen zweiten Album der Belgier, zu finden ist.

'Dark': Düster ist das Material sicherlich, wenn auch nicht immer so düster wie es manche reinrassige Düstercombo fabriziert. Aber hier finden sich immer wieder ruhigere atmosphärische Passagen, die nicht selten im Zusammenspiel mit dem Gesang an die Briten Cradle Of Filth erinnern. Das immer wieder eingesetzte, aber nie dominierende Keyboard trägt ebenfalls zur düsteren Atmosphäre bei. Aber auch cleaner Gesang sorgt für die entsprechende Stimmung, zwar wird dieser nicht bei allen Songs eingesetzt, dafür aber gezielt.

'Modern': Manches Riff kann man durchaus als modern bezeichnen. Das Moderne liegt aber wohl eher am Gitarrensound, der ziemlich dick und fett ausgefallen ist und die Dominanz der Gitarren gut unterstreicht.

'Progressive': Progressiv bedeutet bei Axamenta nicht, sich die kompliziertesten Riffs, Soli und Leads aus dem Ärmel zu schütteln oder sich tot zu frickeln. Progressiv sind hier die Songstrukturen, die fernab jeglicher Intro-Strophe-Refrain-Strophe-etc.-Schemata agieren. Trotzdem wirken die Lieder nicht zerstückelt, hier weist alles einen Fluss auf, den nur wenige Bands auf die Reihe bekommen. Natürlich sind auch die spielerischen Fähigkeiten bemerkenswert.

'Metal': Metal sind Axamenta auf jeden Fall. Denn schon bei Opener wird nach ruhigem bedrohlichem Intro gezeigt, dass man nicht nur simples Black Metal Geschraddel auf der Pfanne hat, sondern sich genauso in brutalen Thrash und Death Gefilden heimisch fühlt. Solche Attacken finden sich im Laufe der knapp 64 Minuten immer wieder und werden von entsprechendem Gesang begleitet.

Der Beschreibung oben füge der geneigte Leser nun noch das Prädikat 'Symphonisch' aufgrund der teils Dimmu Borgir-artigen, teils Cradle Of Filth-artigen Keyboardarbeit hinzu, auch die ein oder andere Nightwish-Anleihe meine ich entdeckt zu haben. Nun hat man schließlich so ziemlich alle Prädikate, die den Sound von Axamenta beschreiben. Man nehme also Dimmu Borgir, Cradle Of Filth, Opeth und eventuell für die Moderne einen klitzekleinen Spritzer neuere In Flames, schüttle das Ganze und erhält schließlich Axamenta und ihr Album Ever-Arch-I-Tech-Ture.
Was Words That Go Unspoken, Deeds That Go Undone letzten Oktober für Akercocke war, dürfte Ever-Arch-I-Tech-Ture für Axamenta sein.

Stellt sich abschließend nur die Frage, warum sich der Song "Threnody For An Ending" auf Ever-Arch-I-Tech-Ture verirrt hat? Denn diesr Song mit seiner Prog-Rock, fast schon Ayreon-artigen Stimmung und Intrumentalisierung fällt absolut total aus dem Rahmen. Zwar konnten Axamenta hierfür Pain Of Salvation-Goldkehlchen Daniel Gildenlow verpflichten, worauf sie sehr stolz sind, dennoch passt der Song hinten und vorne nicht zum restilichen Material.

Lord Obirah

5 von 6 Punkten

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