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Hokum - No Escape (EP)

Hokum - No Escape (EP)
Stil: Thrash Metal
VÖ: 17. März 2006
Zeit: 27:45
Label: Eigenproduktion
Homepage: www.hokum.de
MySpace: www.myspace.com/hokumheadquarter

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Hokum aus dem Landkreis Freising konnten mich schon mit ihrem letztjährigen Demo First Blood beeindrucken, auch wenn ich damals noch nicht wusste, wo denn Inkofen genau liegt. Nachdem man sich 2005 beim Kulturalarm-Bandwettbewerb gegen die Mainstreamkonkurrenz durchsetzen und Platz eins belegen konnte, ging es auch schon wieder ab in die Freisinger Farmlands Studios um den Nachfolger einzuzimmern.
Heraus gekommen ist eine beachtliche fünf-Track-EP. Beachtlich, weil es bei Hokum die Mischung macht. Death Metal, ganz viel Thrash und etwas Heavy Metal werden in einen Topf geworfen und stimmig abgeschmeckt. Der Opener "Manticore" besteht z.B. aus ca. 80% Thrash der modernen Sorte, der Rest wird mit Death Metal aufgefüllt. Dass die Jungs ihre Instrumente beherrschen, wird schnell klar. Trotzdem fehlt es mir gerade beim Opener etwas an Biss, irgendwie zündet er bei mir nicht so, wie es ein Opener sollte.
Ganz anders dagegen "Silent Assassin", der ordentlich brettert und zudem irgendwie homogener erscheint. In die gleiche Kerbe schlägt "Face The End", das u.a. durch aggressives Riffing und gelungene Tempowechsel besticht, wobei sich dieser Song zielsicher im mittleren Tempobereich bewegt. Zudem wird hier vermehrt Wert auf Harmonien und Melodien gelegt. "The God Within" ist ein wahres Groovemonster, Hut ab, muss ich da schon sagen. Der Song geht einfach sofort in die Nackenregion und setzt sich dort fest. Dabei scheuen Hokum auch vor ruhigeren, verspielten Passagen nicht zurück, die sich perfekt in diesen Brecher eingliedern.
Als letzten Song gibt es "Goats Pt. II" (dessen erster Teil auf First Blood zu finden ist), der sich eigentlich aus zwei Songs zusammensetzt ("The Loving Father" und "The Beloved Ones"). Erstgenannter beginnt äußerst ruhig und überwiegend klar gesungen mit abwechselnden Growls, steigert sich dann jedoch im Verlauf, ohne jedoch die anfänglich ausgestrahlte Ruhe ganz zu verdrängen. Ganz im Gegensatz hierzu "The Beloved Ones", das zum Schluss der Scheibe wieder volles Brett bietet. Da ist's mit der Ruhe schnell wieder vorbei. Ein würdiger Abschluss einer gelungenen CD.

Ray

4 von 6 Punkten

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