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Caliban - The Opposite From Within

Caliban - The Opposite From Within
Stil: Metalcore
VÖ: 20. September 2004
Zeit: 47:45
Label: Roadrunner Records
Homepage: www.calibanmetal.com
MySpace: www.myspace.com/caliban

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Wenn eine Band im Laufe der Jahre ihren Sound radikal ändert, spricht man im Musikbusiness in der Regel von Weiterentwicklung und dem heranreifen eines eigenen Stils. So auch im Falle der deutschen Metalcore-Veteranen Caliban. Nach dem Wechsel vom Metalcore-Vorreiter-Label Lifeforce hin zu Roadrunner, hat man auch den Bandsound etwas aufpoliert.

Wie von den Vorgängeralben gewohnt, regiert hier meist die pure Raserei, die, und das ist neu, immer wieder auf gemäßigte Parts trifft. Sicher, bereits auf Vent waren melodische Elemente und cleane Gesangsparts vorhanden. Leider wurde für The Opposite From Within eine gänzlich andere Gangart gewählt. Zum einen wurde für die cleanen Gesangsparts nicht wieder eine Frauenstimme hinzugezogen und zum anderen "glänzen" jetzt so gut wie alle Songs durch einen melodischen Part und cleane Vocals. Gerade wenn man evtl. nur den Vorgänger Shadow Hearts kennt, ein radikaler Umschwung. So steht man jetzt dem Sound der Labelkollegen von Killswitch Engage näher als den eigenen Roots. Schlecht wird das Album dadurch natürlich nicht. Meiner Meinung nach verliert man aber viel von der früheren Kompaktheit. Auch scheinen sich die Songs durch die melodischen Parts geradezu aufzudrängen, was ihnen viel der früheren Brutalität nimmt und die Songs nicht mehr so griffig und aus einem Guss erscheinen lässt. Brecher, wie das von Hatebreed inspirierte Groovemonster "Stigmata" sind leider in der Minderzahl.

Nicht, dass hier der Verdacht aufkommt, dass ich Caliban abstrafen möchte, weil sie nicht das Album aufgenommen habe, dass ICH mir gewünscht habe. Vielmehr ist es so, dass Caliban für mich mit Vent einen Meilenstein des modernen Metalcore abgeliefert haben, mit dem sie sich messen lassen müssen. Mit The Opposite From Within mag man einen logischen, gereiften Nachfolger präsentiert haben, für mich ist es leider ein Schritt in die falsche Richtung.

0 KommentareAndreas

3 von 6 Punkten

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