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Withering - Gospels Of Madness

Withering - Gospels Of Madness
Stil: Death Metal
VÖ: 31. März 2004
Zeit: 51:26
Label: Warhorse Records
Homepage: www.withering.org

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Es ist schon erstaunlich, was an neuen Bands aus dem hohen Norden in letzter Zeit auf die Welt losgelassen wird. Zugegeben, es sind viele nichts sagende Eintagsfliegen und Trittbrettfahrer dabei, aber hin und wieder findet sich auch eine Ansammlung talentierter Musiker, die es schafft aus der Masse herauszuragen. Und genau dazu gehörten die jungen Finnen von Withering. Nach zwei Demo CDs ("The Signs Of Betrayal" und "Justification For Unavoidable") beglücken die Herren uns dieser Tage mit ihrem ersten Full-Length Release.
Wer jetzt denkt "Och nö, nicht schon wieder so ein Bodom Klon" liegt hier aber ein klein wenig daneben. Die Band kann zwar ihre Herkunft nicht verbergen und man merkt auch relativ schnell wer hier alles Pate stand (belassen wir es mal dabei den Namen Amorphis in die Runde zu werfen), aber Plagiatsvorwürfe brauchen sie sich wahrlich nicht gefallen zu lassen.

Elf Songs haben die Jungs im Gepäck und tendieren dabei klar in die Death/Doom Ecke. Der Opener "Northern Breeze" kommt sehr behäbig aus den Boxen, bietet eine klare Songstruktur und eine Hookline, die mir nicht mehr aus dem Ohr gehen will. Die beiden Gitarreros bearbeiten mit einer schier stoischen Ruhe ihre Instrumente und die Rhythmusfraktion schickt einen schönen doomigen Groove durch die Lautsprecher. Auch die folgenden Songs stampfen mit dem Elan einer besoffenen Elefantenherde durchs Wohnzimmer, bieten dabei aber immer die aus Finnland gewohnten Melodien und verwöhnen den Hörer hier und da mit folkloristischen bzw. balladesken Parts.
Die Songs sind durchgehend klar strukturiert und laden mit ihren Riffs, Hooklines und Melodien zum - wenn auch langsamen und bedächtigen - Bangen ein. Für die notwendige Aggressivität in den Songs sorgt der Sänger, der sich durch jeden Song growlt als wenn es kein Morgen gäbe. Dabei muss er sich aber mit zunehmender Spieldauer den Vorwurf der Eintönigkeit gefallen lassen. Abwechslung ist ihm anscheinend noch ein Fremdwort.
Das Gleiche gilt leider auch für das gesamte Album, dem etwas Variation wirklich gut zu Gesicht stehen würde. So wird das Ganze nach der Hälfte der Spielzeit etwas langatmig und belanglos.

Alles in allem bieten Withering dem Hörer ein doomig-grooviges Stück Death-Metal: mal melodiös, mal rockig, stets versehen mit ohrwurmtauglichen Melodien und fetten Riffs. Leider gelingt es ihnen noch nicht ihre Kompositionen voneinander abzuheben, so dass der Eindruck entsteht man hört einen einzigen langen Track. Schafft es die noch junge Band in den künftigen Veröffentlichungen das Tempo zu variieren, einige ausgefallene Ideen einzuweben und die Melodiebögen weiter zu spannen, werden sie die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen auch zusteht. Das Debüt macht zumindest Appetit auf mehr.

JR

4 von 6 Punkten

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