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Anvil Of Doom - Deathillusion

Anvil Of Doom - Deathillusion
Stil: Death Metal
VÖ: 15. September 2004
Zeit: 45:45
Label: Xtreem Music
Homepage: www.anvilofdoom.com

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Seit ihrem 2002er Debüt Died Before Dawn konnten sich die Spanier Anvil Of Doom vor allem in der Heimat und den angrenzenden Ländern eine kleine und feine Fangemeinschaft erspielen. Ihr melodischer Todesstahl des Erstlings, angesiedelt in den Weiten zwischen Dark Tranquillity, In Flames, Soilwork und Arch Enemy, wurde nun einem kleinen Facelift unterzogen und rollt in Form des zweite Longplayers Deathillusion mit neuem Elan auf uns zu.

Dass die Band durchweg aus talentierten Musikern besteht, hört man bereits nach den ersten Liedern. Die Jungs beherrschen ihre Instrumente aus dem FF, die Songs sind gut arrangiert, durchdacht und vor allem abwechslungsreich. Das Ganze einzig in den Melodic Death Bereich zu schieben, wird weder der Band noch dem Album gerecht. Dazu besitzt dieses Album zu viele unterschiedliche Facetten. Das dargebotene Spektrum reicht von Maiden-lastigen Riffs über Thrash-Einflüssen bis hin zu Elementen, die stark an Good-Old Chuck Schuldiner's Death erinnern. Songs wie "Mr. Suic'hyde" oder "Forgotten Embryos" schwimmen auf einer extrem guten Riffwelle und brechen wie ein Donnerhall an den Resonanzkörpern der Lautsprecher. Solche Soli, Harmonien und Breaks hat man schon lange nicht mehr vernommen. Im Gegensatz dazu stehen dann aber kompositorische Fehlgriffe der Marke "Millennium" und "Everlasting Pain", die so gar nicht in das Gesamtbild des Albums passen wollen. Hier drängt sich mir fast der Verdacht auf, dass die Spanier ihre ganzen guten Ideen in den übrigen Stücken verbraten haben und diese halbgarigen Songs aus der Not geboren wurden. Ein großer Pluspunkt ist dagegen wieder der südeuropäische Schmu, der jedem einzelnen Lied anhaftet. Ein bisschen Melancholie hier, ein wenig Pathos da - genau dadurch bekommen Anvil Of Doom ein eigenes Gesicht und man kann den Kopf ein wenig aus der Menge der melodischen Todesblei-Combos hervor strecken.

Nun stellt sich die abschließende Frage, welcher Punkt den nun überwiegt. Ist es der zum Teil enorm arschtretende Mix aus skandinavischem und amerikanischem Death? Ist es der oft nicht erkennbare rote Faden in einigen Stücken? Die perfekte Instrumentenbeherrschung? Oder das Gefühl, das hier gute Ideen und Ansätze oft zu Gunsten technisch anspruchsvoller Riffs sowie mitreißender Arrangements verschenkt wurden? Das muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil denke, dass Anvil Of Doom durchaus das Potential haben, in der ersten DM-Liga mitzuhalten. Um höhere Ziele zu erreichen, müssen sie aber noch an Songwriting und Ideenverwertung arbeiten.

JR

4 von 6 Punkten

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