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Slayer - God Hates Us All

Slayer - God Hates Us All
Stil: Thrash Metal
VÖ: 10. September 2001
Zeit: 42:32
Label: Def Jam Recordings
Homepage: www.slayer.net

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Endlich. Nach Wochen des Wartens erscheint endlich das neue Album der Thrashmetal Götter! Diesen Rang können sie sich spätestens seit dem Meilenstein Reign in Blood ans Revers heften. Leider stellt dies für die Band mehr Fluch denn Segen dar, wird doch seitdem jeder Release daran gemessen. Anders ging es mir auch nicht mit der neuen CD. Die bereits im Vorfeld gehörten Songs Bloodlines (vom Dracula 2000-ST) und Here Comes The Pain (leicht überarbeitet auf dem Album) liessen schon die Marschrichtung erahnen. Nicht back to the roots, sondern die mit Divine Intervention und Diabolus in Musica eingeläutete Richtung wird weiter marschiert.

Das bedeutet aggressive, modern gespielte Midtempogroover im Wechsel mit schnellen Doublebass-Nummern. Was mir wieder negativ aufgefallen ist. keine prägnante, eingänginge Riffs, wie z. B. bei Raining Blood, sondern Geriffe steht im Vordergrund.

Doch der Reihe nach. Das Album wird eröffnet von einem Intro, das nahtlos in den ersten (richtigen) Song Disciple übergeht, der wohl quasi das Titelstück der CD darstellt. Doublebass-Drumming, Tom Arayas prägnante Stimme, der hohe Aggressivitätslevel und das relativ hohe Tempo machen ihn für mich zum Höhepunkt der CD.
Dem folgt der solide Stampfer God Send Death, der von der Stimmung etwas atmosphärischer ausgelegt ist und mit gelegentlichen Blastparts aufgelockert wird.
Die vierte Nummer New Faith wirkt dagegen wieder um einiges aggressiver, was auch an der wieder erhöhten Geschwindigkeit liegt.
Schneller Einstand und ein grooviger, eingängiger Refrainmittelteil weisen Cast Down, den fünften Song aus (No one hears you. Your society is infected. I won't judge you.. - endlich wieder ein Mitgröhler!).
Threshold ist dagegen ein reiner Midtempogroover von eher durchwachsener Qualität.
Nummer sieben, Exile, knallt gleich zu Beginn ordentlich, geht dann in den Groovepart und in ein Gitarrensolo über, um schlussendlich das furiose Ende einzuläuten.
Seven Faces beginnt mit einem kurzen Intro und einem Angel of Death ähnlichen Schrei um anschliessend im gepflegten Midtempo vor sich hin zu grooven. Obwohl der Song insgesamt eher langsam gehalten ist, strahlt er eine schön unterbewusst gehaltene Aggressivität und Härte aus. Lustig fand ich die Textzeile "More pain, more sex, more lies, more of everything". Da gab es doch auch von den Toten Hosen einen ähnlichen Text ("Mehr Davon" glaub ich).
Bloodlines wurde, wie bereits oben erwähnt, schon auf dem Dracula 2000-OST veröffentlicht. Sehr melodisch und langsam gehalten zählt er meiner Meinung nach nicht zu den Höhepunkten des Albums, auch wenn er sich zum Ende hin durchaus steigert!
Dem folgt Deviance, dem auch ein kurzes Intro vorausgeht. Wieder nur Midtempo ohne besondere Merkmale.
Schneller wird's dann wieder mit der Nummer elf, Warzone, dem schnellsten und härtesten Song des Albums, der so auch auf dem Undisputed Attitude-Album (most underrated Slayer-Album ever) eine gute Figur gemacht hätte.
Here Comes The Pain konnte man sich vor einigen Wochen bereits als MP3 aus dem Netz ziehen. Für das Album wurde der Track nochmal neu eingespielt oder abgemischt. Die Veränderungen halten sich in Grenzen, so dass Kenner des Songs nicht grossartig überrascht sein dürften. Qualitativ hochwertiger Midtempo Mosher mit hohem Aggressivitätslevel halt.
Payback bildet mit der "Unglücksnummer" den furiosen Abschluss des Albums. Bis auf den kurzen Groovepart ist der Song ähnlich schnell wie Warzone und gehört mit zu den Highlights des Albums.

Das Fazit ist somit klar: Kaufen! Die neue Slayer ist die beste CD, die seit einigen Monaten in meinem CD-Player rotiert ist und da sind einige rotiert. Bei der Benotung stellt sich die Frage, ob man das Album an den eigenen Grosstaten oder doch eher an der momentanen Musiklandschaft messen sollte. Gemessen an ersterem wär's eine gute 3, aber so...

Andreas

6 von 6 Punkten

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