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Such A Surge - 10 Jahre

Such A Surge - 10 Jahre
Stil: Alternative Rock
VÖ: 26. Februar 2002
Zeit: 94:54
Label: Sony Music
Homepage: www.suchasurge.de

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10 Jahre gibt es sie nun schon: Such a Surge, die deutsche Crossover-Institution, deren Zweitling Agoraphobic Notes auch noch sechs Jahre nach Erscheinen zu meinen Alltime-Faves zählt. Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, überraschen Such a Surge die Fans mit einem Best of-Album das neben viel Licht leider auch einigen Schatten wirft.

Zu den Glanzpunkten zählt ganz klar die zweite CD, die die vier Nebenprojekte der Bandmitglieder dokumentiert. Unter anderem enthalten ist der erstklassige Pain In The Ass-Song "Dare Devil Song", der auf dem letzten Studio-Album "Der Surge Effekt" leider nur als Video und auf dem PITA-Album gar nicht enthalten war. Den Originalton-Remix von Silver Surger find ich dagegen ziemlich überflüssig, der Revolver-Song ist auch schon vom Visions-Sampler bekannt.

Die eigentliche Best of-CD kommt zu meiner Überraschung mit überwiegend deutschsprachigen Songs daher, zum Teil von den Alben, zum Teil EPs entnommen und drei komplett neuen Songs. Sehr ungewohnt klingt dabei der der Träumer-EP entnommene Song "Strange Days", der als einziger Song in englisch und für SAS-Verhältnisse sehr industrial- und EBM-mässig rüberkommt.(Der Song ist übrigens das Titelstück des gleichnamigen Film von James Cameron, Anm. d. Red.)

Die neuen Songs bestehen aus einer neu eingespielten Version von Koma (Koma 2002), der auch als Single ausgekoppelt wird. Dabei wurde der Song komplett umgekrempelt und hat viel von seiner früheren Aggressivität eingebüsst. "Keinen Schritt weiter" ist dagegen ein für SAS-Verhältnisse etwas untypischer Song mit einem schön aggressiven Refrainteil. "So wie ich das seh'" find ich dagegen nicht so prickelnd und würde für mich keinen Kaufgrund darstellen, steht zumindest aber textlich gut da.

Über Sinn und Unsinn von Best Of-Zusammenstellungen mag man geteilter Meinung sein, ich vermisse aber zumindest die aggressiveren Sachen von der Agoraphobic Notes. Auch ist die multilinguistische Seite der Band nur unzureichend dargestellt. Was für mich aber den grössten Kritikpunkt darstellt ist die Tatsache, dass sie die CD nicht auf handelsüblichen CR-ROMs nicht abspielen lässt, womit mir in der Arbeit z. B. der Hörgenuss verwehrt blieb, wegen der Bonus-CD aber trotzdem noch empfehlenswert.

Andreas

5 von 6 Punkten

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