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Paradise Lost - Paradise Lost

Paradise Lost - Paradise Lost
Stil: Gothic Metal
VÖ: 28. Februar 2005
Zeit: 56:10
Label: G.U.N. Records
Homepage: www.paradiselost.co.uk

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Paradise Lost sind seit Symbol Of Life wieder auf dem Pfad der Tugend und zurück im Geschäft, so schreiben die einschlägigen Gazetten und verkünden es die Szenekenner. Hmmm!!! Die Engländer haben als waschechte Death Metal Band begonnen, mit Gothic und Shades Of God einer Stilrichtung den Weg geebnet, in der zum damaligen Zeitpunkt noch kein schnulzig mieses Frauengeträller diese Schublade bestimmte. Mit Icon und Draconian Times wurde dann Heavy Metal düsterer Art und Weise mit cleanen Vocals kredenzt und war für viele Fans der musikalische Höhepunkt und auch der kommerzielle Durchbruch der Band. 1997 besann man sich dann mit neuem Drummer einem erneuten Stilwechsel hin zu synthie-beeinflusstem Rock/Metal und dieses Album mit dem Namen One Second gilt für mich nach wie vor zu einem Meilenstein dieser Art Songwritings und daran ändert auch vorliegender Output nichts. Nach Host und Believe In Nothing hatte ich Nick Holmes und den musikalischen Kopf Greg Mackintosh schon abgeschrieben, doch mit dem Lebenszeichen von 2003 war wieder mit den Briten zu rechnen, so die Szenepäpste.

Kommen wir zu den zwölf neuen Songs, die mir in Form eines ungemasterten Tapes vorliegen. Das nenne ich doch mal "Old School", haha. Naja, kein Gag der Plattenfirma, sondern wohl durchdachter Schachzug, um einer Vorveröffentlichung im Internet vor zu kommen. Mit "Don't Belong" geht es sehr zaghaft in den aktuellen Gourmethappen. Langweilig. Die Skiptaste weiter gedrückt lässt mich "Close Your Eyes" die Augen andächtig schließen. Ja, hier braten auch wieder verstärkt die Gitarren. Sehr gut, schon mal ein erster Höhepunkt. Das nachfolgende "Grey" langweilt wieder und ist eben gar nicht "so beautiful"! "Red Shift" gefällt da schon besser, da riffen die Herren im Anschluss an den stimmigen Chorus. "Sun Fading" wird von einer hypnotischen Gitarrenmelodie begleitet, schippert aber auch in eher ruhigem Fahrwasser, ist aber trotzdem gutklassig. Im weiteren Verlauf tut sich nichts mehr Weltbewegendes auf, vieles klingt mit Ausnahme des rockigen "Spirit" gleichförmig und uninspiriert, was mich schlussendlich sehr traurig stimmt, hatte ich doch im Hinblick auf die vollmundigen Ankündigungen mit einer emotionalen in Noten gefassten Achterbahnfahrt gehofft. Und dann das!!!

Ein unspektakuläres Album, das man sich als Fan in den Plattenschrank zu den anderen Paradise Lost-Scheiben stellt, aber wohl nur selten hervorholt. Musik zum Nebenbeihören oder Staubsaugen. Da habe ich einfach mehr erwartet. Ausgelutschtes Songwriting gepaart mit Keyboard-/Pianogeplänkel und ein bisserl auf hart getrimmten Gitarren, dies sehr professionell von Rhys Fulber produziert. Gut, besser als das nightwishende WithinTemptationEvanescence-Gejaule, aber für Paradise Lost einfach zu wenig. Da greife ich für diese Art von Mucke lieber zu One Second. Mann, was für eine Göttergabe das doch war/ist und nie mehr erreicht werden wird.

Siebi

2 von 6 Punkten

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