Review
Burden Of Grief - Destination Dystopia

VÖ: 24. November 2023
Zeit: 46:11
Label: Massacre Records
Homepage: www.burdenofgrief.de
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Bei Burden Of Grief muss man gerne mal etwas länger auf ein Studioalbum warten. Das sollten die Fans bereits gewohnt sein und hinnehmen werden sie es auch. Denn sie wissen: das Warten lohnt sich! So auch im Fall des neuen Drehers Destination Dystopia, dessen Entstehung satte fünf Jahre gefressen hat, der aber auch das bislang wohl beste Material des Warburger Fünfers auffährt!
Dabei sind Burden Of Grief ihrem Sound absolut treu geblieben und servieren uns einen knackigen Mix aus Melodic Death und Thrash Metal, der eine nahezu perfekte Balance zwischen Härte und Melodie gefunden hat. Wo der Opener "World Under Attack" und "Fevered Dreams" starke Referenzen zum schwedischen Death Metal der Göteborger Bauart und folglich zu Bands wie In Flames oder Dark Tranquillity aufweisen, setzt "A Daydream Of Sorrow" auf treibende Gitarren und einen auf dickem Groove errichteten Ohrwurm-Refrain, der den Song zum Aushängeschild des Albums macht. Scharf geschliffenes Thrash-Riffing darf im Repertoire der Band natürlich keinesfalls fehlen und sorgt im beinharten "Downfall" oder in "Mass Murder Society" für Extra-Würze, während sich hochmelodische Twin-Gitarren-Soli wie ein roter Faden durch die gesamte Playlist ziehen. So auch im Song "Exposed To The Dark", wo die härtesten Passagen des Albums auf eines der schönsten Gitarrenspiele treffen!
Freilich erfinden Burden Of Grief mit dem, was sie tun, das Rad nicht neu. Sie machen ihre Sache aber verdammt gut! Von vorn bis hinten liefern die Nord-Rhein-Westfalen ein vielleicht etwas voraussehbares, aber dennoch starkes Song-Writing. Dank der satten Produktion krachen und ballern die Songs, dass es eine wahre Freude ist, und Sänger Mike Huhmann macht mit seinen kraftvollen Shouts einen richtig guten Job! Als I-Tüpfelchen ist auch das finstere Cover-Artwork ein Hingucker geworden, der Destination Dystopia kurz vor Jahresende zu einem echten Leckerbissen für alle Genrefans macht. Das Warten hat sich tatsächlich gelohnt und falls es bis zum nächsten Dreher wieder fünf Jahre braucht, dann nimmt man bei solch einem Resultat das Warten gerne ein weiteres Mal in Kauf.

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