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Silent Knight - Full Force

Silent Knight - Full Force
Stil: Power Metal
VÖ: 23. September 2022
Zeit: 42:46
Label: SAOL
Homepage: www.facebook.com/silentknightband

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Man darf sich von dem trashigen Cover-Design nicht irritieren lassen. Denn in musikalischer Hinsicht weiß der stille Ritter, wie man qualitativ hochwertigen Stahl schmiedet! So starten die fünf Australier aus Perth mit allerhand Tatendrang in ihren nunmehr vierten Longplayer und haben mit "Blood In The Water" ein Paradebeispiel in Sachen Power Metal an die erste Position gepackt, das den Hörer unmittelbar ins Geschehen reißt. Spätestens beim folgenden Titeltrack "Full Force" muss man wohl unweigerlich an Helloween denken, was wohl auch der Sangeskunst von Frontmann Stu McGill geschuldet ist, der sich mit seinem treffsicheren und hohen Organ irgendwo im magischen Dreieck zwischen Bruce Dickinson, Geoff Tate und eben Michael Kiske bewegt.

Energie und Spielfreude sind dabei ebenso ansteckend wie die derzeit kursierende Omikron-Variante, und ein jeder Fans von traditioneller Metallarbeit darf sich zur Hochrisikogruppe zählen. Denn im folgenden zitieren sich Silent Knight durch den Heavy und Power Metal der 1980er Jahre. Beispielsweise erinnert "The Last Candle Burns" mit seiner epischen Atmosphäre und den Chören im Refrain an das ganz alte Zeug von Blind Guardian. Also an Battalions Of Fear und Follow The Blind, als die Band noch ruppiger und ungestümer zu Werke schritt als auf späteren Alben. "Dark & Mysterious Times" versprüht dann einen Hauch von Iron Maiden... und Teufel noch eins, ich komme grad nicht drauf, an wen mich "Screaming Eagle" erinnert. Freunde von extra hohen Metal Screams kommen auf Full Force jedenfalls vollends auf ihre Kosten und dürfen sich auf Tonlagen gefasst machen, die man vom Metalgod Rob Halford her kennt. "Awakening" zeigt womöglich auch im Riffing die eine oder andere Parallele zu etwas härteren Priest-Klassikern, wie Painkiller oder Ram It Down. Im Finale schielt der stille Ritter dann noch einmal in Richtung Krefeld zum Blinden Wächter und liefert mit "Create A New World" eine rasante und feierliche Metal-Orgie, deren verspielte Gitarrenexzesse den Griff zur Luftgitarre im Grunde unabwendbar machen.

Wenn man an diesem Album verzweifelt nach einem Kritikpunkt suchen möchte, ließe sich eventuell das durchgehend sehr hohe Tempo ins Feld führen. Es muss ja beileibe nicht gleich eine Ballade sein, aber eine Nummer mit etwas gedrosselter Taktung hätte dem Album vermutlich ganz gutgetan. Aber das ist dann tatsächlich auf hohem Niveau genörgelt. Also ignoriert einfach das Cover-Artwork, sucht im Internet nach den Videos zu "Full Force", "Blood In The Water" und "Dark & Mysterious Times" und lasst euch infizieren!

Dagger

5 von 6 Punkten

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