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Nostradameus - Hellbound

Nostradameus - Hellbound
Stil: Power Metal
VÖ: 25. Oktober 2004
Zeit: 43:34
Label: AFM Records
Homepage: -

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Nach drei veröffentlichten Alben (Words Of Nostradameus 2000, The Prophet Of Evil 2001 und The Third Prophecy 2003) präsentieren die fleißgen Schweden um Sänger Freddy Persson und Gitarrist Jake Freden nun Hellbound, das für mich eines der gelungensten Neuerscheinungen im Power-Metal-Bereich zur Zeit gehört.
Nostradameus hat sich zu einem der erfolgreichsten Exportschlager aus dem Land der Elche entwickelt und konnten dies auch zuletzt auf ihrer Support-Tour mit Hammerfall, Edguy und Masterplan unter Beweis stellen. Nun also zu Hellbound.

Während beim Einstiegssong "The Reaper's Image" noch nicht ganz klar wird, wohin die stilistische Reise gehen soll, steuert der Titeltrack "Hellbound" schon zielstrebiger auf den für die weiteren Stücke charakteristischen Sound zu: Mal sind Nostradameus feinfühlig und zurückhaltend, dann kommt ein kurzer Break zum Atemholen und schon wird mit ansteigendem Schlagzeug-Gehämmer powervoll vorgeprescht. Dennoch verleugnen bei aller Härte Nostradameus ihre melodische Ader nicht, wie zum Beispiel "Never Turning Back" beweist.
"Your Betrayal" scheint aus weiter Ferne auf einen zuzukommen, entwickelt sich dann zu einem durchaus nachdenklich stimmenden Song mit leicht aggressivem Unterton – auch das ist typisch für Hellbound, was dem Ganzen eine rebellische Aura verleiht. Das charismatische "One World To Live In" zeigt, dass man mit einigen Tempiwechseln – mal schnell und heftig, dann wieder gefühlvoller - und einem einfachen Refrain einen Wahnsinnssong voller Stimmung produzieren kann.
Bei keinem Stück fehlen neben Gitarrenriffs auch die ausgleichenden melodiösen Vocal- und Hooklines (wie etwa das wunderschöne "One Step Away"). Dennoch liegt stets eine Portion Angriffslust in der Luft.

Mit Hellbound zeigen sich Nostradameus draufgängerisch und unbändig. In irrem Tempo, so fühlt es sich jedenfalls an, jagen die Schweden den Hörer durch die verschiedenen Atmosphären des Albums und Hellbound wird seinem Namen gerecht. Verschnaufpause? "Seven" lädt vorwitzig zum Entspannen ein, gräbt sich aber eindringlich ins Gehirn und ist einfach zu gut, zu dramatisch in der Zusammenstellung von Gesang und instrumentalen Solo-Parts, dass man einfach auf Repeat drücken muss.

Hellbounds Eindringlichkeit, die man auch spürt, ohne den Text genau zu studieren, ist durchaus beabsichtigt: Die Lyrics sind allesamt Resultate der persönlichen Erlebnisse der Bandmitglieder und schrecken auch nicht vor politisch aktuellen Inhalten zurück – warum auch nicht, wo Gut und Böse so nah beisammen liegen. Symbolisch steht dafür auch das gelungene Album-Cover, was auch mal gesagt werden sollte.

Liebhabern des ausdrucksstarken und nicht zu fröhlichen Power-Metal wird Hellbound gefallen. Nostradameus entfernen sich mit diesem Album etwas von der klassischen Linie, indem sie sich gekonnt einer genauen stilistischen Einschätzung entziehen und auf dem schmalen Grad zum Speed/Melodic Metal wandern.

Liz

5 von 6 Punkten

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