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Attick Demons - Daytime Stories, Nightmare Tales

Attick Demons - Daytime Stories, Nightmare Tales
Stil: Heavy Metal
VÖ: 25. September 2020
Zeit: 49:51
Label: ROAR! Rock Of Angels Records
Homepage: www.attickdemons.com

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Die New Wave Of British Heavy Metal überflutete in den 1980ern bekannter Maßen den halben Kontinent, bis die Saat im abgelegenen Portugal ein Pflänzchen treibt, sollten allerdings ein paar Jährchen verstreichen. Die Attick Demons aus Lisbon veröffentlichten ihre ersten Demos in der zweiten Hälfte der 90er und brauchten dann noch einmal bis 2012, um endlich einmal ein reguläres Langeisen an den Start zu bringen. Bis ins Mark der Spielart der NWOBHM verpflichtet schafften es die Portugiesen damals sogar, den Ex-Maiden-Sänger Paul Di'Anno und Ex-Manowar-Klampfer Ross The Boss für Gastauftritte zu verpflichten. Das passt gerade gut, denn beide Bands sind im Sound der Attick Demons zu erkennen. Insbesondere sind es Iron Maiden, die auch nun, auf dem dritten Album Daytime Stories, Nightmare Tales, richtig tiefe Spuren hinterlassen haben. Diese entdeckt man einerseits im Songwriting und - was noch wesentlich schwerer wiegt - im Gesang von Frontmann Artur Almeida. Der weist stimmlich nämlich nicht nur eine kaum zu leugnende Nähe zu einem gewissen Bruce Dickinson auf, er setzt sein Organ auch auf ähnliche Weise ein.

Dass es am Ende ungerecht wäre, die Attick Demons als belanglosen Maiden-Klon abzutun, liegt daran, dass sich die Gitarrenfraktion nicht unbedingt konsequent an das Maiden'sche Lehrbuch hält und dass Daytime Stories, Nightmare Tales schlicht und ergreifend ein klasse Heavy Metal-Album geworden ist. Schon die ersten beiden und reichlich flott durch die Membrane rockenden Nummern "Contract" und "Make Your Choice" wissen zu begeistern und machen den Griff zur Luftgitarre unausweichlich, wenn die Herren Martins und Antunes erst mal begonnen haben, ihre Äxte zu schwingen. "The Revenge Of The Sailor King" haut in dieselbe Kerbe und sei als Anspieltipp empfohlen. Die eigentliche Stärke der Portugiesen liegt allerdings in eher getragenen, dafür aber umso eindringlicher und atmosphärischer gestrickten Kompositionen. "Renegade", "Hills Of Sadness" oder "Devil's Crossroad" legen hierfür feinstes Zeugnis ab. Da schwingt das inhaltliche Konzept vieler Nummern, die sich mit der portugiesischen Landesgeschichte befassen, mit, wenn traditionelle Instrumente wie Bandoline, Cavaquinho und Braguesa verwendet werden. "O Condestavel" beispielsweise dreht sich um die Person des Nuno Álvares Pereira, dem es als junger Heerführer gelang, die kastilischen Ansprüche auf Portugal dauerhaft abzuwehren und somit die Unabhängigkeit des Lands zu bewahren. Die Nummer ist im Übrigen ein weiteres Beispiel für den starken Einfluss von Iron Maiden auf das aktuelle Liedgut. Diesem fehlt es am Ende vielleicht an einem heraus stechenden Überhit, dafür leisten sich Attick Demons aber auch keinen einzigen Durchhänger und legen ein durch die Bank spannendes Album vor. Da sieht man über manch arg offensichtlichen Link zu Iron Maiden gerne hinweg... und überhaupt: wer weiß, wann oder ob die echten eisernen Jungfrauen mal wieder was von sich hören lassen. Bis es soweit ist, kann man sich jedenfalls seine Zeit ganz prima mit der neuen Attick Demons vertreiben und läuft obendrein noch Gefahr, sich den einen oder anderen Ohrwurm einzufangen.

Dagger

5 von 6 Punkten

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