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Hell Boulevard - Not Sorry

Hell Boulevard - Not Sorry
Stil: Gothic Rock
VÖ: 18. September 2020
Zeit: 54:22
Label: NoCut GbR
Homepage: facebook.com/hellboulevard

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Die Schweizer Goth'n'Roller von Hell Boulevard schmieden das Eisen, solange es heiß ist, und legen zwei Jahre nach dem formidablen In Black We Trust ihr drittes Album Not Sorry vor. Einerseits liefern die zwölf neuen Stücke genau das, was die Fans der Band erwarten werden, nämlich einen finsteren und orchestralen Mix aus Gothic, Rock und Metal mit einer hohen Dichte an Hit-verdächtigem Material. Andererseits haben Hell Boulevard ihren Stil auch etwas weiter entwickelt. So wurde der Anteil an Rock 'n'Roll ein klein wenig zu Gunsten brachialer Elektro- und Industrialparts reduziert. Dem Resultat tut das keinerlei Abbruch. Man hat sogar das Gefühl, dass die neuen Songs noch einen Tick heftiger in den Popo treten, als das was man bisher von der Band kannte.

Das beginnt im Grunde gleich beim Opener "I Should Be Dead By Now", dessen unwiderstehlicher Groove die Nackenmuskulatur stimuliert. Der Titeltrack "Not Sorry" entpuppt sich sodann als unweigerlicher Album-Hit und könnte nicht nur inhaltlich als Fortsetzung von "Thanks For Nothing" vom letzten Album durchgehen. Nach den beinahe cineastischen Klangwänden in "Speak Of The Devil" sorgt die romantische Ballade "Ropes And Candles" mitsamt einem gewissen 80er-Jahre-Touch für eine kurze Verschnaufpause, ehe die Tanzfläche wieder bevölkert werden darf. Das ohnehin schon opulent arrangierte Material erfährt seinen theatralischen Höhepunkt schließlich in der Antwort auf die Frage "Where Is Your God Now" mitsamt dickem Synthie-Orchester und Chören. Da braucht es glatt wieder eine Ballade, um herunter zu kommen. "You Had Me At Fuck Off" entschleunigt und rollt den schwarzen Teppich aus für weitere Gassenhauer, wie das Pop-lastige "Queen Paranoia" und das erneut theatralische "Like Romeo And Juliet". Dass die nächste Ballade "Lilies And Roses" dann im Schmalztopf ersoffen ist, soll zwar nicht verschwiegen, muss aber auch nicht zu stark gewertet werden. Schließlich holen Hell Boulevard mit dem Rausschmeißer "To Hell And Beyond" noch mal ein richtig dickes und gruseliges Gothic-Metal-Brett von der Werkbank. In Anbetracht von so viel Spielfreude und Enthusiasmus kann man wirklich nur seinen Hut ziehen. Auch wenn das Material gelegentlich etwas überfrachtet wirkt, darf man sich sicher sein, dass Not Sorry in der schwarz-gewandeten Zunft mit offenen Armen aufgenommen wird.

Dagger

5 von 6 Punkten

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