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Hexecutor - Beyond Any Human Conception Of Knowledge...

Hexecutor - Beyond Any Human Conception Of Knowledge...
Stil: Melodic Black / Thrash Metal
VÖ: 25. September 2020
Zeit: 50:22
Label: Dying Victims Production
Homepage: www.facebook.com/Hexecutor

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Es hat wohl weniger mit Hexerei zu tun, als vielmehr mit handwerklichem und kompositorischem Geschick, wenn man scheinbar mühelos Einflüsse aus Thrash, melodischem Heavy und Black Metal zu einem progressiven, aber eben doch stimmigen Gesamtwerk verrührt. Nach ihrem von der Fachpresse durchaus positiv aufgenommenen Debüt Poison, Lust And Damnation haben sich die Franzosen von Hexecutor vier lange Jahre Zeit gelassen, um den Nachfolger Beyond Any Human Conception Of Knowledge... einzutüten. In acht neuen und zumeist recht langen Songs widmen sich Hexecutor dunklen Mythen, Geistergeschichten und folkloristischen Überlieferungen aus ihrer Heimat, der Bretagne. Während die recht garstig herausgewürgten und bisweilen fast hysterischen Vocals dem Material einen schwarzen Anstrich verpassen, pendeln die verspielten Gitarren auf technisch anspruchsvollem Niveau zwischen Thrash, Heavy und Rock, dass einem allerhand Namen wie Annihilator, Kreator, Judas Priest oder sogar Blue Öyster Cult in den Sinn kommen. Die Leidenschaft für melodische Gitarrenarbeit zeigt sich in jeder einzelnen Nummer in Form von ausgiebigen Soloeinlagen und wird gerade im Instrumentalstück "Brecheliant" eindrucksvoll zur Schau gestellt. Passend zur finsteren Thematik auf Beyond Any Human Conception Of Knowledge... fließen in vielen Nummern immer wieder geisterhafte, ja tatsächlich verhext wirkende Gitarrenmotive in die schnellen und atmosphärisch dicht gestrickten Songs mit ein. In diesen Momenten schaffen Hexecutor schließlich auch noch den Schulterschluss zu Black und Melodic Death Metal und wecken Erinnerungen an die ersten beiden Dissection-Scheiben oder alte Bathory-Klassiker. Bei so viel unbekümmerter Spielfreude schaut man auch gerne über die gewöhnungsbedürftigen Vocals hinweg.

Hexecutor ist eine Band, die völlig frei von Scheuklappen auf herrlich unkonventionelle Weise mit metallischen Traditionen spielt und dabei einen ganz eigenen Stiefel durchzieht. Ein Schmankerl aus dem Untergrund, das nicht nur Schubladendenker mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den Rand des Wahnsinns treibt, sondern eben auch nach mehreren Durchläufen noch spannend und unterhaltsam bleibt!

Dagger

5 von 6 Punkten

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