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Impure - Satan's Eclipse

Impure - Satan's Eclipse
Stil: Death Metal
VÖ: 07. Mai 2019
Zeit: 37:54
Label: Chaos Records
Homepage: www.impureconjurations.bandcamp.com

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OK, das Covermotiv zu Impures Debütalbum Satan's Eclipse ist schon recht heftig und eigentlich geschmacklos. Schließlich haben die beiden Amis mit den witzigen Pseudonymen Horned Father Of Desecration und Satyrannical Lord Of Assault mal eben den ollen Jesus am Strick aufknüpfen lassen.

Wenn man drüber nachdenkt, was man vermutlich nicht tun sollte, ist Erhängen gegenüber der Kreuzigung womöglich sogar die humanere Todesstrafe. Da könnte man glatt auf den Trichter kommen, dass Daddy und sein Lord so etwas wie Mitleid für den christlichen Heilsbringer empfinden. Betrachtet man dann aber das künstlerisch eher dilettantisch gestaltete Bandlogo mitsamt umgedrehtem Kreuz, Pentagramm, 666 sowie Teufelshörnern und -schweif, kommt man von dieser These schnell wieder ab und kann sich darüber hinaus schon denken, wohin die Fahrt mit Impure gehen wird. Richtig! Die beiden Satansbraten liefern einen rohen und boshaften Bastard aus Old-School-Death und etwas Black Metal mit gelegentlichen Thrash-Einflüssen fernab aller Trends, dafür vollgepackt mit optischen und musikalischen Klischees. Nach obligatorisch boshaft klingendem Intro vom Synthesizer legen Impure im Opener "Death Secretion" mit ordentlichem Tempo los, gehen aber noch im selben Song vom Gas und verfallen in eine schleppende Rhythmik, die dann einen Großteil des Liedguts prägen wird. Tonnenschwere, monströse Riffs bei gedrosselter Taktung sind das Leitmotiv auf Satan's Eclipse und prägen die zwölf Songs, die nach altbewährter Rezeptur gefertigt wurden. Dazwischen holen die beiden Wüteriche zwar gerne mal den Knüppel aus dem Sack oder lassen sphärische Keyboard-Sounds mit einfließen, vorhersehbar bleibt das Material dennoch. Wirklich überrascht wird man im Grunde nur, wenn Titel wie "Engaged In Morbid Ecstasy" oder "Satyrannical Desecration" nach gerade einmal eineinhalb Minuten völlig abrupt abbrechen, als hätte man sie nicht zu Ende geschrieben. Dagegen lassen sich Qualitäten im Songwriting immer dann entdecken, wenn Impure ihren Songs eine etwas länge Spielzeit zugestehen, so z.B. in "Danse Of Slaughtered Cherubs", das nach einleitendem Donnergrollen zwischen tollwütigen und getragenen Passagen pendelt und gegen Ende auch ein Gitarrensolo besitzt.

Leider werden diese zarten Pflänzchen an Konsumfreude vom unterirdischen Sound, der sich wie ein Leichentuch über das gesamte Album legt, regelrecht im Keim erstickt. Wo die Gitarren teils noch ganz ordentlich rüber kommen, versinkt die Rhythmusfraktion in einem dumpfen, breiigen Wust und die tiefen Growls wirken streckenweise wie ein Störgeräusch, das während der Aufnahme versehentlich aus der Studio-Toilette mit eingefangen wurde. Bei aller Liebe zum Underground, aber schon Mitte der Neunziger hatte manch ein Demo-Tape einen besseren Klang. Führt man dann noch den Mangel an herausragendem Material ins Feld, sind trotz der coolen Riffs und allerhand Gastbeiträgen aus den Reihen von Tribulation, Ares Kingdom, In Solitude und Obliteration mehr als drei Punkte einfach nicht drin.

Dagger

3 von 6 Punkten

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